Warum Stress sein muss // Dr. Stefan Frädrich

Liebe Schweinehundefreunde,

vor ein paar Tagen hatte ich ein interessantes Gespräch über Stress, Ärger und Unzufriedenheit.

Die Haltung meines Gesprächspartners: Anstrengung, Ärger, negative Gefühle etc. seien Hinweise auf ein schlecht geführtes Leben. Wer darunter litte, müsse unbedingt etwas verändern, sonst drohten schlimme Langzeitfolgen.

Meine Haltung hingegen: Stress, Ärger, Unzufriedenheit etc. gehören zum Leben dazu. Wer ernsthaft versucht, sie dauerhaft zu vermeiden, ist ein neurotisches Weichei.

Ups! „Neurotisches Weichei“? Ja, genau so meine ich es. Denn hinter dem Anspruch, das Leben möge bitteschön bequem sein, stecken oft tief sitzende Ängste: vor dem eigenen vermeintlichen Unvermögen mit Herausforderungen klarzukommen, mit Mitbewerbern, Stress, Niederlagen und so weiter. Das „Lebensprinzip Bequemlichkeit“ ist also im Kern von Angst vor Anstrengung getrieben und die eigene Stimmung somit in höchstem Maße abhängig von der Außenwelt:

  • „Ist da draußen alles okay, geht es mir gut.“
  • „Ist es da draußen unbequem, geht es mir schlecht – WEIL es da draußen unbequem zugeht.“

Bemerken Sie den Denkfehler? Nicht neurotischen Menschen geht es in der Regel gut. Und zwar UNABHÄNGIG von der Welt „da draußen“. Sie sind emotional stabil, ruhen in sich. Dem Neurotiker geht es selbst dann schlecht, wenn es „da draußen“ nur ein wenig ruckelt.

Könnte es also sein, dass unsere ach so gemütlichen Lebensansprüche massenhaft Neurotiker produzieren? Ziele müssen heute realistisch sein, Boni gut, Lehrer fair, Chefs nett, Bezahlung gerecht, Urlaube perfekt, Kinder pflegeleicht, Straßen sicher, Körper schön und gesund, Aufgaben machbar, Lebensläufe gerade, Arbeitszeiten geregelt, … Die Liste ließe sich fortsetzen.

Das Problem dabei: Wenn wir ernsthaft erwarten, dass uns stets gebratene Tauben in den Mund fliegen, konstruieren wir einen systematischen Grund für dauerhafte Unzufriedenheit und Leid. Denn im Leben geht es nun mal oft holprig zu! Wer das verleugnet, wird chronisch unzufrieden – ein neurotisches Weichei. Er konzentriert sich auf das was fehlt, statt auf alles was da ist. Er lebt im Zustand von Mangel, Leid, Verlust und ständiger Begrenzung. Er ist immer arm dran.

Wer hingegen akzeptiert, dass Stress, Frust, Ärger, Unzufriedenheit zum Leben dazugehören, hat die Chance, sich mit ihnen zu arrangieren. Er integriert sie in seine Vorstellung vom Leben, nimmt sie als unveränderliche Bestandteile an – und hat deshalb keinen Grund, unter ihnen zu leiden: „Wozu jammern? Gehört doch alles dazu.“

Wer so denkt, gibt Problemen keine Macht, weil sie nur Hinweise sind, wo etwas noch verbessert oder akzeptiert werden muss. Er weiß was noch entstehen kann, sieht daher Chancen, Fülle und Aufgaben – und ist somit immer reich.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Was, wenn man unter einer Situation dauerhaft leidet? Soll man dann seine schlechten Gefühle ignorieren?“ Stichworte Burnout, Traumata, Sinnkrisen. Nein, natürlich nicht! Wem es dauerhaft schlecht geht, weil es dafür einen wichtigen Grund gibt, muss sich seinen Gefühlen stellen: Was wollen sie sagen? Was ist zu verändern? Aber der Fokus sollte auf der eigenen Macht sein, statt auf Leid und Hilflosigkeit.

Im Prinzip kann man recht simpel unterscheiden:

  • Dauerhafter Stress und Unzufriedenheit machen uns krank: Wir entwickeln körperliche uns psychische Störungen und können ernsthaft aua und gaga werden.
  • Zwischenzeitlicher Stress und Unzufriedenheit aber halten uns fit: Sie trainieren unsere Frustrationstoleranz und erweitern unsere Komfortzone. Wir entwickeln unsere Resilienz weiter und werden körperlich und psychisch gesünder.
  • Ständige Reizarmut und Stressfreiheit hingegen lassen uns körperlich und psychisch verkümmern. Wir werden – genau! – zu neurotischen Weicheiern

In diesem Sinne: Wo erfahren Sie zurzeit Stress, Ärger und Unzufriedenheit? Dann versuchen Sie doch mal, dafür auf tiefstem Herzen dankbar zu sein!

Schließlich ist klar: Nur die Harten kommen in den Garten. Amen.

In diesem Sinne:

Herzliche Schweinehundegrüße

Ihr

Dr. Stefan Frädrich

Aus dem Blog von Dr. Stefan Frädrich: http://www.stefan-fraedrich.de/

Über das ICH zum WIR // Boris Grundl

Was ist besser? Ein Mensch, der immer nur sein ICH, sein Ego, stärkt? Oder ein Mensch, der das WIR, das Allgemeinwohl, nach vorne bringt? „Das WIR natürlich!“, höre ich Sie rufen. Mit gutem Grund. Doch was ist mit einem Menschen, dessen ICH noch gar keine innere Stärke aufweist? Was kann dieser dann zum WIR beitragen? Wie will er dem WIR etwas geben, das er selbst nicht besitzt? Wie will er jemand anderem Stärke vermitteln, wenn sie ihm selber fehlt? Verblüffend. Überall wird das Eigeninteresse als negativ angeprangert und verurteilt. Deswegen stellen sich viele als „Aufopferungsheld- oder heldin“ dar. Das kommt gut an.

Ein Gedankenexperiment: „Du bist ein Egoist!“ „Wieso?“ „Weil du dich nur um dich kümmerst.“ „Okay. Und um wen sollte ich mich mehr kümmern?“ „Na, um mich natürlich!“… Egoismus ist ein Unwort und gehört in den Untergrund verbannt. Dort gärt es dann. So lernen Menschen, altruistisch zu tun, obwohl sich ihr Denken nur um sie selbst dreht. Und dann wundern wir uns, wenn wir mit dem Wolf im Schafspelz konfrontiert werden. Aus Heiligenschein wird Scheinheilig. Dabei ist Egoismus weder gut noch schlecht. Er ist ein Zustand der menschlichen Entwicklung. Ein Zwischenschritt auf dem Weg, über sich selbst hinauszudenken. Denn wer sein ICH nicht genügend gefüllt hat, muss es verdeckt andauernd weiter befüllen. Erst wenn es gefüllt ist, kann ein Mensch frei von der Sklaverei seines Egos werden. Schade, dass viele das nie erleben.

Altruismus ist der Gegenpol des Egoismus – bekanntestes Beispiel: Mutter Teresa. Zwei Jahre nach ihrem Tod wurde sie von Papst Johannes Paul II selig gesprochen. Zu Recht. Und schneller als je ein Mensch zuvor. Natürlich ist sie auch nicht über jede Kritik erhaben. Beim Umsetzen ihrer spartanischen Haltung soll sie sehr hart gewesen sein. Auch das ein Gedankenspiel: Ist jemand egoistisch, der tiefe Erfüllung erfährt, weil er den Armen, den Schwachen, hilft? Interessanter Gedanke, nicht wahr? Meine provokative These lautet: In jemandem mit der Stärke einer Mutter Teresa wohnt ein kraftvolles, entwickeltes Ego, das sich zum WIR transformiert hat.

Diese zwei Pole „ICH und WIR“ finden wir überall. Faktisch im Umgang mit den Menschen, die unser Leben beeinflussen, aber auch intellektuell und emotional in uns selbst. Menschen, die zu den Besten werden, die sie sein können, entwickeln sich über ein erfülltes, gefülltes ICH zum WIR. Der Wunsch, anderen zu helfen, hebt dann das ICH auf eine höhere Stufe. Es sei denn, ein ungefülltes ICH wandert in den Untergrund und macht seinen Besitzer zum Sklaven. ICH-Pol und WIR-Pol – Eigeninteresse und der größere Zusammenhang, mit dem wir uns verbinden und dem wir uns verpflichtet fühlen. Vielleicht kennen Sie das: Irgendwann ist es genug mit dem ICH, ICH, ICH. Es langweilt. Es nervt einen selbst. Genau hier setzt die Transformation zum WIR an.

Dazu eine Analogie, die beschreibt, wie Menschen sich entwickeln: Ein Fußballspiel dauert 2 x 45 Minuten. In der ersten Halbzeit spielen sie auf ein Tor, das wir ICH-Tor nennen. Nach dem Seitenwechsel in der Halbzeit wird auf das WIR-Tor gespielt. Wer aber die Halbzeit verpasst und weiter blindlings das alte Tor bestürmt, schießt in der zweiten Hälfte nur Eigentore. Und wer das ICH in der ersten Halbzeit nicht gestärkt hat, bleibt in der zweiten oft erschreckend schwach, weil er nichts hat, das er einbringen kann. Denn nur ein starkes ICH hat die Kraft, das WIR stärker zu machen.

Eltern mit geistig erwachsenen Kindern haben es erlebt: die Familie als Hort der Harmonie, solange die Kinder klein sind. Dann nabeln sie sich ab, profilieren sich, begehren auf bis zur Rebellion. Schließlich entdecken sie ihre neue ICH-Stärke und nehmen ihren Platz in der Familie wieder ein. Was aber passiert, wenn schwache Eltern die ICH-Findung durch Unterdrückung oder Verzärtelung blockieren? Die Teenager finden ihren Platz nicht. Weil sie ihre Position in einer Gemeinschaft nicht bestimmen können, ersetzt ihr gekränktes Ego den Gemeinsinn. So entsteht statt gesundem Eigeninteresse krankhafter Egoismus, der Mitmenschen zu Sklaven ihrer Selbstsucht degradiert.

Deswegen: Ohne starkes ICH kein starkes WIR. Familie, Arbeitsplatz oder Verein: Fördern Sie ein starkes ICH und fordern Sie das WIR ein. Als kluge Führungskraft wollen Sie souveräne Mitarbeiter mit einem starken ICH und berechtigtem Eigeninteresse, einem gesunden Egoismus. Denn jedes WIR profitiert von der Stärke seiner Teile, wie das Orchester von seinen starken Solisten. So wird „Teamgeist“ keine willkommene Ausrede für Lemminge, Mitläufer, Drückeberger und Duckmäuser.

Eine schwache Führungskraft kann die Ich-Werdung anderer nicht aushalten. Eine souveräne Führungskraft ist virtuos und blitzschnell darin, beide Sichtweisen einzunehmen und zu leben: Das ICH und das WIR. Überzogene Egoisten sind Menschen mit einem schwachen ICH, die sich nicht in etwas Größeres einbringen können. Nur wenn ein Mensch sein ICH gefunden hat, besitzt er genug innere Größe, sich anderen zuzuwenden – ohne Angst zu kurz zu kommen. Er weiß, es ist genug für alle da. Und er versteht, was François de La Rochefoucauld meinte, als er sagte: „Eigennutz macht die einen blind, die andern sehend.

Aus dem Blog von Boris Grundl: Über das ICH zum WIR

Kopfsprung ins Unangenehme: Wie Sie große Ziele erreichen // Markus Jotzo

„Morgen, da mache ich es – ganz sicher!“

Das versprechen Sie sich selbst. Ihre Hand winkt gleichzeitig aber müde ab, den Kopf haben Sie gar nicht erst vom Sofa gehoben.

Ja, ich bin bestimmt nicht der Einzige, der ab und zu an Aufschieberitis leidet – vor allem, wenn es um große, neue Projekte geht. Ich weiß, sie tun mir gut und bringen mich voran. Aber auch ich verbringe meine Zeit gern mit anderen Aufgaben und Ideen, die mir mehr Spaß machen – sowohl im Job als auch privat.

Dabei ist das die wohl verkehrteste Herangehensweise, die Sie sich nur denken können. Denn große Ziele bringen Sie am meisten voran. Nur leider sind es gerade diese hochgesteckten Ziele, die am häufigsten auf der Strecke bleiben, weil sie außerhalb des Gewohnten, also außerhalb der Komfortzone liegen – und deshalb unangenehm sind.

Stärker als der Schweinehund

Das können Sie sich gerne als Faustregel vermerken: Große Ziele sind unangenehm. Ist ein Ziel nicht unangenehm, wartet da auch kein großer Gewinn auf Sie.

Ja, wenn es nur nicht so verdammt schwer wäre, sich auch dran zu machen.

Die Frage ist also, wie Sie es schaffen, die notwendigen Schritte in Richtung Ihres großen Ziels zu gehen und sich nicht vor der Herausforderung drücken. Wenn Sie jetzt an die gute alte Disziplin denken, muss ich Sie leider enttäuschen. Die ist auch gut, reicht aber nicht immer aus gegen den inneren Schweinehund.

Heute habe ich zwei andere Tricks für Sie mitgebracht. Die nutze ich bei Themen, die ich angehen will, aber immer noch Ausreden fürs Nichtstun finde.

Angenehme Ablenkungen ausschalten

Wenn ich beispielsweise vollen Fokus auf ein neues Konzept benötige, verziehe ich mich in den Besprechungsraum – ohne Handy, ohne Facebook, ohne E-Mails. Denn all die Aufgaben, die in meinem Büro auf mich warten, die ich vielleicht auch sehr gern tue, lenken mich zu sehr ab.

Das Gute an einem Ortswechsel: Einerseits kommen Sie aus Ihrer Routine heraus und machen den Kopf frei für neue Gedanken, andererseits können Sie in einem leeren Besprechungsraum nichts anderes tun als die Aufgabe, die Sie sich dorthin mitgenommen haben. Außer natürlich, Sie sitzen gerne allein in einem Büro, starren die Wand an und drehen Däumchen. Aber das wird selbst dem größten Müßiggänger irgendwann zu langweilig.

Wie das Unangenehme angenehm wird

Eine andere Variante habe ich gewählt, als ich mir selbst etwas Gutes tun wollte – namentlich dreimal pro Woche Sport. Also sagte ich meiner Frau, dass ich ihr in jeder Woche 100 Euro zahlen werde, in der ich mein Vorhaben nicht in die Tat umsetze. So viel Geld will ich natürlich nicht einfach so loswerden. Also halte ich mich ran und bleibe tatsächlich am Ball. Ein Rückschlag und 100 Euro für meine Frau geben mir wieder eine extra Portion Motivation.

Möglichkeiten gibt es in dieser Richtung zuhauf: Sie können einem Mitarbeiter einen extra Tag Urlaub versprechen, wenn Sie ihm den Projektplan nicht rechtzeitig vorlegen. Oder in manchen Fällen kann es schon reichen, Ihren Kollegen von Ihrem Vorhaben zu erzählen. Schließlich ist es ziemlich peinlich, wenn Sie dann vor versammelter Mannschaft eingestehen müssen, dass Sie es nicht durchgezogen haben.

Tricksen Sie sich selbst aus

Der Trick ist einfach: Wenn Sie große Ziele haben, vor denen Sie noch zurückscheuen, entbehren Sie sich jeder angenehmen Ablenkung. Oder finden Sie einen Hebel, der für Sie noch unangenehmer ist als die nervenaufreibende Aufgabe, die Ihnen eigentlich nützt – so wie meine 100-Euro-Verabredung mit meiner Frau. Und schon erhalten Sie den nötigen Schub, voller Motivation Ihre Überforderungszone zu betreten.

Welche Tricks fallen Ihnen noch ein?

Quelle: Markus Jotzo – Blog

Ein paar direkte Worte zu Deiner Einstellung // Christian Bischoff

Es gibt drei ehrliche Einstellungs-Tatsachen. Wie Du mit diesen zeitlosen Regeln umgehst beeinflusst massiv Deine persönliche Zukunft:

1. Deine heutige Einstellung entscheidet Deine Zukunft
Zwei Mitarbeiter haben genau den gleichen Job, in der gleichen Firma und bekommen genau das gleiche Gehalt.
Der eine Mitarbeiter hat die Einstellung:
„Ich verdiene nicht so viel, wie ich gerne hätte, außerdem ist das nicht meine Firma. Daher komme ich nie früher als nötig und gehe täglich so früh wie möglich. So lange das alles ist, was mir meine Firma zahlt und für mich tut, mache ich nur Dienst nach Vorschrift!“
Glaubst Du nicht auch, dass solch eine Einstellung diesem Mitarbeiter jegliche berufliche Aufstiegschancen in den nächsten 10 Jahren versaut? Natürlich!
Deine eigene Einstellung hat einen sich aufaddierenden Effekt auf Deine Zukunft. Du kannst niemals den Konsequenzen Deiner eigenen Einstellung entkommen. Die entscheidende Frage ist: hast Du die richtige oder die falsche Einstellung?

Der zweite Mitarbeiter, mit dem gleichen Job, dem gleichen Gehalt, in der gleichen Firma hat folgende Einstellung:
„Egal, wie viel mir die Firma im Moment zahlt… ich komme immer so früh wie möglich und bleibe täglich länger als vorgeschrieben, um in meine eigene Zukunft zu investieren.“
Gleiche Firma, gleicher Job, gleiches Gehalt. Doch eine vollkommen andere Einstellung. Warum hat der erste Mitarbeiter solch eine negative Einstellung und der zweite so eine Positive? Ganz ehrlich!? Ich weiß es nicht! Ich weiß nur, dass Deine Einstellung, die Du heute an den Tag legst massiv Deine Zukunft beeinflusst.

2. Du arbeitest immer für Dich selbst
Du arbeitest niemals für eine Firma, einen Arbeitgeber oder für jemand anderen. Die Wahrheit ist: Du arbeitest IMMER für Dich selbst. Dein Arbeitgeber zahlt am Ende des Monats vielleicht Dein Gehalt, doch in Wahrheit arbeitest Du für Dich selbst. Alles, was Du den ganzen Tag tust ist eine Reflektion Deiner Einstellung und Deiner Persönlichkeit. Mit allem was Du tust, malst Du ein Selbstporträt, das Deinen weiteren Werdegang und Deine Zukunft beeinflussen wird. Wir nennen das in der Alltagssprache unseren Ruf! Dein Ruf ist die Wahrnehmung, die andere von Dir haben! Stell es dir so vor: Du bist ein Maler, ein Künstler, ein Picasso, der jeden Tag sein Selbstporträt verfeinert, das andere Menschen von Dir sehen. Ist es nicht ratsam, dass Dein Selbstporträt einen unwiderstehlichen Namen trägt?
Herr Erfolgreich. Frau 100%. Herr Zuverlässig. Frau Integer, Herr Ich-folge-meinem-Herzen-und-lebe-meine-Träume. Frau Verantwortung.

Weil, vielleicht bist Du im Moment noch nicht da, wo Du gerne wärst. Wenn Du jedoch ein unwiderstehliches Eigenporträt hast, einen nicht zu schlagenden Ruf, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Du genau da hin kommst, wo Du hin willst. Wenn Dein Arbeitgeber die Scheunenklappen auf hat und Deinen Wert nicht erkennt, dann wird ein anderer Arbeitgeber auf Dich zukommen und Dir das zahlen, was Du in Deiner Branche wert bist. Deswegen arbeitest Du immer für Dich selbst.

3. Keinen interessiert es, wie gut Du mal warst
Von Deinen gestrigen Erfolgen kannst Du Dir heute nichts mehr kaufen. Niemanden interessiert es, wie gut Du mal warst. Deine Mitmenschen interessieren sich nicht mehr für Deine Heldentaten, die Du vor 10 Jahren geleistet hast. Hör auf, in Deiner Vergangenheit zu schwelgen und zu träumen. Sei präsent in der Gegenwart. Du kannst Dir von vergangenen Erfolgen nichts kaufen.

Dich interessiert nicht, welche tollen Dinge ich in der Vergangenheit als Basketballtrainer und –spieler vollbracht habe. Dich interessiert nur, ob ich Dir jetzt und heute helfen kann.

Darf ich Dir eine Frage stellen: gilt diese Regel für Dich nicht genauso? Interessiert es irgend jemanden, wie gut Du mal warst? Nein, Du darfst jeden Tag gut sein, wenn Du etwas machst.

Schreib Dir diese drei Dinge hinter die Ohren:

  1. Deine heutige Einstellung entscheidet Deine Zukunft.
  2. Du arbeitest immer für Dich selbst.
  3. Keinen interessiert es, wie gut Du mal warst.

Pack es an, weil:
DU WEISST NIE, WO DEIN LIMIT IST.

Christian+bischoff+signatur
Dein
Christian Bischoff

Lassen Sie öfter los! // Boris Grundl

Haben Sie schon einmal den Terrier beobachtet, der sich ins Stöckchen seines Herrchens verbissen hat? Der sich mit aller Macht gegen das Aufgeben seiner Beute wehrt – bis er sogar in der Luft zappelt? Oder bei einem Boxerhund? Haben Sie nicht schon einmal über seinen Besitzer geschmunzelt, der bei diesem Spiel mit seinem unnachgiebigen Vierbeiner als zweiter Sieger hervorgeht?

Ich spreche hier von der Faszination des totalen Fokus – dem Tunnelblick – oft erwünscht, jedoch schwer zu erreichen. Im Zupacken verschmelzen Wille, Entschlossenheit und Jagdleidenschaft des Hundes mit dem Stöckchen – so, als sei es das Begehrenswerteste der Welt. Natürlich ist diese extreme Identifikation zwischen Mensch und Aufgabe oft zu viel verlangt. Manche nennen diesen Zustand Flow. Das Problem: Was, wenn Sie sich in etwas verbissen haben, für das es sich nicht zu kämpfen lohnt? Zum Beispiel eine Detailbesessenheit, die für das Endergebnis gar nicht mehr wichtig oder sogar hinderlich ist. Oder das Festhalten an einem Produkt, obwohl es schon lange seinen Platz in einer Ahnengalerie einnehmen sollte? Oder ein negatives Gefühl gegenüber einer Person, welche Ihnen Schmerz zugefügt hat?

Gehen wir etwa zehntausend Kilometer weiter. Nach Afrika. Genauer in die Kalahari. Der dort lebende Pavian ist ein neugieriger Zeitgenosse. Das nutzen die Menschen in Afrika, um die Affen zu fangen, damit diese sie zu überlebenswichtigen Wasserstellen in der Wüste führen. Zu diesem Zweck bohrt der Jäger ein Loch in einen verlassenen Termitenhügel und legt einen Köder hinein: Melonensamen. Befeuert von seiner Neugier vergisst der Primat sämtliche Vorsicht, nähert sich dem Loch und steckt seine Hand hinein. Er greift zu. Die geballte Faust passt jedoch nicht mehr durch die Öffnung. Er schreit und zerrt. Seine Beute lässt der Affe selbst dann nicht los, wenn der Jäger ihm eine Schlinge um den Hals legt. Ist der Pavian in die Falle getappt, wird er mit Salz gefüttert. Das macht den Affen sehr durstig. Sobald er wieder frei ist, rennt er, ohne zu zögern, zu seiner geheimen Wasserstelle. So kommt der Jäger zu seinem Durstlöscher.

Das Zupacken endet beim Hund in einem beliebten Jagdspiel. Beim Pavian in ungewolltem Teilen seiner Ressourcen. Er wird vorgeführt. Aber warum lassen Affe und Hund nicht mehr locker? Die Antwort: Weil sie sich mental festgekrallt haben. Sie sind nur noch auf das Eine fixiert. Sie sind zu Sklaven ihrer Engstirnigkeit geworden. Das macht sie in ihrem Handeln leicht berechenbar. Der Weg zur Freiheit, das Loslassen von ihrem geistigen Extremismus, kommt ihnen dabei gar nicht in den Sinn. Nicht nur Tiere verrennen sich. Wir Menschen machen das je nach Bewusstseinszustand auf der ganzen Welt genauso. Vielleicht mit Ausnahme einiger Shaolin-Mönche und anderer Weiser. Das glauben Sie nicht?

Betrachten wir uns selbst und unsere Mitmenschen, beobachten wir, wie schnell wir uns geistig verrennen. Wobei der Blick auf andere leichter ist als auf sich selbst. Wir belächeln den übermäßig Ehrgeizigen, der zum Sklaven seiner Erfolgsfixierung wird und sich und andere mental vergewaltigt. Wir alle sind keineswegs immun dagegen. Jeder trägt zumindest einen Samen geistigen Extremismus in sich. Je nach Prägungen und Erfahrungen zeigen sich bestimmte Muster. Zu leicht machen wir uns zu Sklaven unseres Perfektionismus, unseres Idealismus, unserer Gier nach guten Gefühlen, oder wir werden zum Leibeigenen der Vermeidung schlechter Gefühle. Oder wir wollen „Recht haben“ und behalten. Und setzen dafür andere auch schon mal ins Unrecht. Wir wollen vor anderen gut dastehen und liefern dafür gerne auch andere ans Messer. Wir differenzieren mangelhaft mit richtig, falsch, gut und böse. Wobei unsere Sicht der Dinge natürlich die „richtige“ weil unsere ist. Sind wir selbst immer pünktlich, trauen wir einem notorisch unpünktlichen zu, dass er zum Frühstück kleine Kinder isst.

Derart gefangen, sind wir dem jeweiligen Gefühl ausgeliefert. Wir werden unbewusst von Mechanismen geführt, die uns kontrollieren. Wir sind am Anfang zumindest der Hund. Und wenn es ganz dumm läuft, am Schluss auch noch der Affe. Wir müssten eigentlich nur die Samen und die Stöcke freigeben und könnten frei sein. Stattdessen werden wir zu mentalen Extremisten, die sich kaum noch befreien können. Das gilt vor allem bei handfesten Partnerschaftsstreits. Machen Sie doch mal den Versuch und filmen sich dabei. Sie werden anschließend behaupten: Das war ich nicht. Das war jemand, der sich verkleidet hat wie ich. Warum ist das so? Zum einen ist das Loslassen sehr schwierig, und es ist eine immer wiederkehrende Herausforderung. Zum andern ist die Sicht auf den eigenen Extremismus durch unsere blinden Flecken getrübt.

Das gilt für alle Gefühle, negative wie positive. Auch unserem Denken geht es so, wenn es zum Ausschnittsdenken wird. Immer, wenn Emotionen oder Gedanken ins Extreme abgleiten, werden wir zum Pavian vor dem Termitenhügel. Angenommen, Sie werden belogen. Wie reagieren Sie? Verletzt? Misstrauisch? Dauerhaft? Sehen Sie Ihr Gegenüber jetzt generell als Lügner? Wie ist es aber, wenn Sie selbst lügen? Urteilen Sie dann auch so pauschal, oder haben Sie dann eine Berechtigungs-Ausnahmeerklärung parat? Eine Notlüge, weil Sie den anderen vielleicht nicht verletzen wollen? Ausreichende Distanz im persönlichen Erleben scheint schwierig. Je nachdem, wie sehr wir uns betroffen fühlen, messen wir mit zweierlei Maß. Maschinengewehrfeuer in Aleppo wirkt anders als in Paris. Das kann uns zu Wahrnehmungs-Extremisten machen.

Manchmal müssen wir auch zwischen den Extremen pendeln. Denken Sie an den Idealisten, der unbeirrbar an andere glaubt. Er hat meist zwei Erfahrungen gemacht: Zunächst vertraut er zu viel. Das führt zwangsläufig zu Enttäuschungen. Eine Erfahrung, die das ursprüngliche Vertrauen in ein zu geringes Vertrauen, ein generelles Misstrauen umschlagen lassen kann. Erst, wenn er anderen vergibt – immer wieder – kommt er zum klugen, bewussten Vertrauen. In die goldene Mitte. Vergeben ist Loslassen. Loslassen von Verletzungen, von Verurteilungen, Neid, Gier und jedem oberflächlichen Schubladendenken, das uns die Welt vereinfachen soll. Ohne uns und anderen regelmäßig zu vergeben, vergiften wir unsere Seele und verfremden unsere Wahrnehmung. Bleiben wir im Extremismus verhaftet, werden wir schnell zum Opfer derer, die unsere Situation erkennen. Dann sind wir empfänglich für Manipulationen. Das geht hin bis zur Selbsttötung im Namen Gottes. Wie der Affe, der mit dem Salz zu seiner geheimen Wasserstelle gelockt wird. Wenn ich loslasse, werde ich dagegen wieder mein eigener Herr. Dann werden die Gefühle zu einem mächtigen Gestaltungswerkzeug meiner Entwicklung. Herr anstatt Sklave. Darauf kommt es an.

Diese Transformation ist nur möglich, wenn ich erkenne, dass es in einem Bereich ein Zuviel oder Zuwenig gibt. Apropos: Wo neigen Sie zum Extremismus? Welcher Stock, welcher Melonensamen vereinnahmt Sie bis zur Blindheit? Halten Sie an einer Verletzung in der Vergangenheit, Ihrer Verärgerung fest? Gehören Sie zu den Helikoptereltern, die ihre eigenen Ängste gut gemeint auf ihre Kinder übertragen und sie damit einengen? Oder sind Sie eine Führungskraft, die allgegenwärtig sein und alles „im Griff haben“ will, bis hin zum Kontrollzwang? Am einfachsten bekommen wir das heraus, wenn wir Andere danach fragen. Sicherlich, das kostet Mut. Suchen Sie sich dennoch mehrere, die ehrlich antworten können. Nehmen Sie nicht alles an. Auch „Feedback“ sollte sauber durchdacht werden.

Mein eigenes Leben wäre für mich ohne ständig erneutes Loslassen undenkbar. Während andere schnell in ihr Auto einsteigen oder zügig eine Treppe hinaufsteigen können, gestaltet sich das für mich sehr schwierig. Wenn ich beginne, mich durch Vergleichen im anderen zu verlieren, laufe ich Gefahr, mich in geistigen Extremismus zu verrennen. Immer wieder muss ich mich im Loslassen üben. Vielleicht kennen Sie auch einen Behinderten, dem das nicht gelingt und der verhärtet in Selbstmitleid gefangen ist. Diese Gefahr ist groß. Nur wenn ich so oft wie möglich ganz bei mir bleibe, bin ich in der Lage, mein Leben selbstbestimmt zu meistern. Und das bedeutet Freiheit. Es gibt nichts Schöneres.

Erst, wenn Sie den eigenen Extremismus in Ihrem Denken oder Fühlen erkennen, können Sie ihn auflösen. Ihnen wird bewusst, warum Sie handeln, wie Sie handeln. In diesem Stadium können Sie das Gefühl anerkennen und loslassen. Sie entscheiden sich bewusst für die goldene Mitte und lassen sich nicht mehr von Extremen leiten. Hierin liegt der klare und distanzierte Blick auf sich selbst und schließlich auch auf andere. Dieser Moment heißt „Präsenz“. Oder nennen Sie ihn Achtsamkeit oder Wachheit. Ich bin präsent, wenn mir weder die Vergangenheit noch die Gegenwart den Blick auf das versperren, was jetzt da ist. Dann sind Sie weitestgehend frei von Bewertungen. Natürlich können wir das nicht immer sein. Bewertende Gedanken holen uns jeden Tag, jede Stunde, jeden Moment immer wieder ein. In solchen Momenten ist es hilfreich, sich die Bewertung bewusst zu machen und einen klareren Blick auf die Situation zu werfen. Statt einem „gut“ oder „schlecht“, „richtig“ oder „falsch“ lassen Sie einfach ein „interessant“ an diese Stelle treten. So kommen Sie in die Präsenz zurück und können leichter loslassen.

Wie hilfreich ein freier Blick für bessere Entscheidungen und damit für bessere Ergebnisse ist, brauche ich Ihnen sicher nicht zu sagen. Daher: Lassen Sie Ihren geistigen Extremismus los, wo es einfach dumm ist und setzen Sie ihn ein, wo es Sinn macht. Lassen Sie sich auf die Vielfalt ein, die Sie in der Präsenz erleben können. Und nehmen Sie dann den kraftvollsten Blickwinkel ein, den Sie erkennen. So werden Sie und andere die Besten, die sie sein können.

Aus dem Blog von Boris Grundl: http://www.fuehren-und-wirken.de/geistigen-extremismus-loslassen/

Der Preis ist das Problem des Verkäufers – nicht des Kunden! // Dirk Kreuter

Meine Motivation für diesen Newsletter stammt von Martin Ögg, dem Herausgeber des Magazins „Verkaufen“, der seine Januarausgabe mit dem Titel „Ist es wirklich so schwer“ eingeleitet hat. Die beschriebene Szene im Einleitungstext ist ein Augenöffner.

„Kürzlich im Vier-Sterne-Superior-Luxushotel. Eine kurze Wartezeit an der Rezeption gab mir die Möglichkeit, einem spannenden verkäuferischen Hörspiel zu lauschen.

Die Szene: 

Die Dame an der Rezeption war am Telefon offenbar mit einer für sie ungewöhnlichen Anfrage konfrontiert: Ein Kunde will seinen Eltern einen Kurzurlaub im Hotel organisieren. Seine Eltern wollen natürlich ein gemeinsames Zimmer, pflegen jedoch nicht mehr im Doppelbett zu nächtigen – das soll bei langjährigen Ehepaaren schon einmal vorkommen. Leider gibt es im Hotel aber keine Zwei-Bett-Zimmer, sondern nur Doppelzimmer. Grundsätzlich hat unsere Rezeptionistin sogar mehrere tolle Lösungen parat.

Lösung eins: Eine Suite mit zwei Schlafzimmern. Lösung zwei: Ein Deluxe-Zimmer mit getrennten Schlaf- und Wohnräumen und einer Ausziehcouch im Wohnraum. Lösung drei: Ein Beistellbett.

Der Dialog: „Zwei-Bett-Zimmer haben wir leider keine. … Wir könnten Ihnen ein Beistellbett ins Zimmer stellen, das würde halt ein bisschen mehr kosten.… Naja, dann hätten wir noch die Deluxe-Zimmer mit einer Ausziehcouch im Wohnraum… die wären halt ein wenig teurer… Hmm, dann könnte ich Ihnen noch eine Suite mit zwei getrennten Schlafräumen anbieten, die wäre aber leider um einiges teurer…“ Mit jedem Vorschlag wurde unsere Hauptdarstellerin etwas unsicherer und kleinlauter.

Die Kritik: 

Warum fühlt sich unsere Hauptdarstellerin bloß so unwohl in ihrer Haut? Warum freut sie sich nicht darüber, die Wünsche ihres Gastes grundsätzlich erfüllen zu können? Es gab überhaupt keinen Hinweis darauf, dass er den Preis angesprochen hat – was in der Kategorie meist eh schon ziemlich wurscht ist.

Die Regieanweisung: 

Sprechen Sie, liebe Rezeptionistin, den Dialog doch einmal ganz anders, probieren Sie es doch so: „Selbstverständlich haben Ihre Eltern die Möglichkeit in getrennten Betten zu nächtigen. Da kann ich Ihnen gleich drei Varianten vorschlagen: Wir graden Ihre Eltern für einen wirklich, wirklich tollen Urlaub auf eine Suite up, dort schlafen Ihre Eltern in getrennten Schlafzimmern. Die Suite kommt auf… .“ Wenn auf diesen Vorschlag nicht gleich ein freudiges „Hurra“ kommt, ergänzen Sie die Variante zwei. „Alternativ dazu können wir Ihnen ein Deluxe-Zimmer mit getrenntem Wohn- und Schlafraum anbieten. Im Wohnraum steht eine Ausziehcouch, die wir Ihnen in ein bequemes Bett verwandeln. Für dieses Zimmer zahlen Sie … .“ Und sollte noch immer keine Zustimmung kommen, dann erst gibt es Variante drei. „Natürlich können Ihre Eltern den Urlaub auch wie geplant in einem unserer Standardzimmer verbringen. Dort hat ein zusätzliches Bett gut Platz. Wir stellen Ihnen gerne eines herein. Das macht für Sie überhaupt dann nur … als kleinen Aufpreis. Was meinen Sie, wäre das die beste Lösung für Ihre Eltern?“

Die Schlussfolgerung: 

Liebe Verkäufer und Verkäuferinnen. Ein neues Jahr hat begonnen. Nehmt Euch für dieses Jahr doch nur eine einzige Sache vor: Seid ein wenig angstfreier!

Woher kommt diese Angst, (s)einen hohen bzw. höheren Preis zu nennen? 

Damit sind wir wieder bei dem Thema Selbstbewusstsein. Bin ich mir als Verkäufer meiner Leistung, den damit verbundenen Vorteilen für meinen Kunden und dem Wert bzw. Gegenwert, den ich in Euro von meinem Kunden verlange, wirklich bewusst?

Ein Praxistipp: Fragen Sie Ihre Kunden, warum diese bei Ihnen kaufen! Warum nicht bei den Marktbegleitern? Warum entscheiden sich Ihre Kunden nicht für den Billiganbieter? Fragen Sie!

Besonders ergiebig sind die Antworten von Kunden, die erst vor kurzem zu Ihnen gewechselt sind. Hier sind die Erinnerungen und Erfahrungen mit dem letzten Anbieter noch sehr präsent.

Bitte behalten Sie im Hinterkopf: Was eine gute oder schlechte Qualität ist, bestimmt immer der Kunde! Gleiches gilt für hohe, zu hohe und niedrige Preise. Ihr Kunde setzt Ihre Qualität, Ihre Leistung in ein Verhältnis zu seinem Bedarf, Bedürfnis und den Erfahrungswerten aus Vergleichen.

Einer meiner Redner-Kollegen übernachtet immer nur in einer Suite. Das ist sein persönlicher Standard. Dass er nun etwas mehr zahlt, ist für ihn völlig selbstverständlich!

Liebe Verkäufer, nennen Sie Ihren Preis mit voller Überzeugung und lassen Sie keinen Zweifel aufkommen, dass Wert und Preis perfekt passen. Schon die alten Römer hatten das verstanden: Im alten Rom gab es ein Wort für „Wert“ und für „Preis“: Pretium.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch im hohen Alter noch eine gute Nachtruhe mit Ihrer Liebe im Doppelbett… und natürlich „Fette Beute“ als Verkäufer!

Ihr

Dirk Kreuter

Aus dem Blog von Dirk Kreuter: https://dirkkreuter.de/blog/

Input-Virus im Management // Peter Holzer

Warum verlaufen so viele Veränderungen im Nirvana? Stillschweigend verschwinden sie einfach – und werden durch den Lärm der nächsten, neuen Veränderungswelle übertönt. Das Tagesgeschäft reicht eigentlich schon aus, um uns unglaublich beschäftigt zu halten. Die Veränderungen und Optimierungen tun dann ihr Übriges. Im Ergebnis erleben wir oft Überforderung oder sogar Erstarrung.

Es gibt viele Gründe dafür. Einer davon ist der Input-Virus. Er sorgt dafür, dass wir viel zu schnell in das „Wie“ springen. Also Lösungen entwickeln und umsetzen. Doch das „Wie“ ist reiner Input. Die spannende Frage ist: Wozu? Welchen Output wollen wir eigentlich erreichen? Was genau ist das Ziel?

Erst wenn das scharf und präzise formuliert ist (= Output), macht es Sinn, über die Wege dorthin (= Input) nachzudenken. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Und einige Wege sind schlau, schnell oder günstig. Und andere sind schwer, teuer und völlig wirkungslos. Es gibt also immer eine Abkürzung.

Wir brauchen nur den Mut, einen Moment inne zu halten. Zuerst das „Was“ genau klären. Und dann viele Alternativen für das „Wie“ sammeln. Der Umweg des Nachdenkens zahlt sich später aus. Denn er wird zum Turbo in der Umsetzung des Vorhabens. Priorisieren Sie die Input-Alternativen nach Wirkungskraft, Kosten, Ressourcenverfügbarkeit etc. Und selektieren Sie Ihre Top 1 bis 3. Und nur die setzen Sie um. Dann wird der Weg zum Ziel immer noch anstrengend. Aber Sie haben nun eine deutliche höhere Chance, auch am Ziel anzukommen.

Aus dem Blog von Peter Holzer: http://www.peterholzer.com/blog/2016/2/4/input-virus-im-management

Mehr Wirkungskompetenz bei Vorträgen // Monika Matschnig

Mit Sicherheit lag dies an der Wirkungskompetenz des Vortragsredners – die Körpersprache, Stimme und Inhalte waren kongruent. Redner die das Gesagte nonverbal leben, schaffen mehr Aufmerksamkeit. Redner, die moduliert betonen, erzeugen mehr Gehör. Redner die eine klare, strukturierte und bildhafte Sprache verwenden, verankern das Gehörte im Kopf des Zuhörers. Besonders am Beginn einer Rede sollte der körpersprachliche Eindruck souverän wirken, da der Halo-Effekt zum Tragen: Nehmen wir etwas Positives am Vortragsredner wahr, dann sucht unser Gehirn automatisch nach Indizien, dass unsere positive Erwartungshaltung bestätigt. Und man findet etwas Positives. Genauso funktioniert es auch gegenteilig. Wie Sie sich und Ihren Vortrag perfekt präsentieren, zeigen Ihnen folgende körpersprachlichen Tipps:

Gezielte Bewegungen

Nichts wirkt unprofessioneller als eine unruhige und unkoordinierte Körpersprache. Ruhe heißt das Zauberwort, die Sie durch Ihre Gestik, Mimik und Haltung auf das Publikum übertragen sollen. Und das von Anfang an, indem Sie sich souveränen Schrittes auf die Bühne begeben und dort Ihren Standort einnehmen. Von nun an gilt: Bleiben Sie nicht wie versteinert stehen, aber laufen Sie auch nicht hektisch hin und her. Setzen Sie gezielt Gesten ein und bitte keine Fuchtelei …

Augenkontakt weckt Interesse

Vergessen Sie neben Ihren Bewegungen und Gesten Ihre Augen nicht. Setzen Sie den Blickkontakt ein. Suchen Sie sich dafür einige Personen aus, die Ihnen ein gutes Gefühl vermitteln, weil sie Interesse und Aufmerksamkeit signalisieren. Ein Blickkontakt sollte auf jeden Fall einen Gedanken lang dauern.

Rednerpult – eine Einschränkung?

Ein Rednerpult schränkt Sie in Ihrem Bewegungsspielraum natürlich ein. Das bedeutet, Sie müssen dreimal so intensiv mit Ihren Gesten (vom Bauchnabel aufwärts) und Ihrer Stimme arbeiten, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Keine Sorge: Wenn Sie denken, Sie übertreiben maßlos, nimmt das Publikum Ihre Signale nicht einmal als außergewöhnlich wahr.

Schweigen nicht vergessen

Sie sollten die Fähigkeit zu schweigen, nicht unterschätzen. Bewusste Rede- und auch Gestikpausen zu setzen, kostet anfangs Überwindung, ist jedoch unabdingbar, damit Ihr Publikum Zeit zum Mit- und Nachdenken erhält. Wollen Sie also eine Aussage besonders betonen, dann schweigen Sie nach diesem Satz. Eine gute Pause dauert etwa drei bis fünf Sekunden.

Gefühle sind nie verkehrt

Das, was Sie sagen, müssen Ihre Zuhörer auch fühlen können, sonst verpufft die Wirkung Ihrer Aussagen. Lachen Sie, wenn Sie etwas Fröhliches zu erzählen haben, oder lassen Sie Ihre Zornesfalte glühen, wenn Sie Wut demonstrieren wollen. Auch wenn Sie selbst das Gefühl haben, Ihre Mimik ist völlig übertrieben – sie ist es nicht. Andere Menschen nehmen unsere bewussten nonverbalen Signale viel schwächer wahr als wir selbst und empfinden beispielsweise ein verblüfftes Gesicht als natürliche mimische Beteuerung des Gesagten.

Arme und Hände

Arme und Hände sind neben der Mimik unser stärkstes nonverbales Ausdrucksmittel und echte Multitalente. Sie können den Inhalt einer Rede oder Präsentation verstärken, aber auch allein für sich eine Menge ausdrücken. Sie haben Ihre Wirkung also förmlich in der Hand!
– Zeigen Sie Symbole: Verfolgen Sie beispielsweise ein Ziel, dann strecken Sie die Hand nach vorne. Ein wirtschaftlicher Anstieg lässt sich mit einer Aufwärtsbewegung der Hand darstellen.
– Gestik vor Wort: Üblicherweise spricht erst der Körper, dann das Wort. Machen Sie sich diese Wirkung zunutze. Hauen Sie doch einfach mal auf das Rednerpult, bevor Sie im Anschluss den Grund dafür nennen, z. B. Kritik.
– Arme weg vom Körper: Pressen Sie niemals die Arme an den Körper. Befolgen Sie stattdessen folgende Formel: Je größer die Gruppe, desto größer dürfen Ihre Armbewegungen ausfallen, damit die Signale auch bei jedem im Publikum ankommen. Und kämpfen Sie gegen die Schwerkraft, will heißen: Lassen Sie nicht die Schultern hängen, verwenden Sie Aufwärtsbewegungen.
– Mit stabilen statt lockeren Handgelenken wirkt jede Geste stabiler und damit stärker und überzeugender.
– Üben! Je sicherer Sie Ihre nonverbalen Signale beherrschen, desto sicherer fühlen Sie sich auch. Üben Sie vor dem Spiegel, mit einer Videokamera, vor Kollegen oder eignen Sie sich das Wissen in einem Seminar über Körpersprache an.

Das Beste zum Schluss

Das, was Sie Ihrem Publikum als Letztes präsentieren, bleibt am intensivsten in Erinnerung. Heben Sie sich also das Beste sprichwörtlich für den Schluss auf. Auch hierbei ist die richtige Körpersprache natürlich ein wesentlicher Erfolgsfaktor, aber Vorsicht: Übertreiben Sie nicht. Nur weil Sie jetzt möglicherweise die höchste Aufmerksamkeit bekommen, sollten Sie sich nicht zum Hampelmann machen …

 

Ihre Monika Matschnig,
 Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance

Aus dem Blog von Monika Matschnig: http://www.matschnig.com/mehr-wirkungskompetenz-bei-vortraegen/

Unternehmer oder Unterlasser? // Dr. Stefan Frädrich

Liebe Schweinehundefreunde,

was wollen Sie lieber sein: ein Unternehmer oder ein Unterlasser?

Diese etwas zugespitzte Formulierung zweier Lebens-Prototypen habe ich bereits 2003 in meinem allersersten Günter-Buch verwendet – und damit im Freundes- und Bekanntenkreis Diskussionen ausgelöst:

  • „Aber es will und kann doch nicht jeder Unternehmer sein!“
  • „Unternehmertum ist oft gefährlich!“
  • „Manchmal ist es besser, einfach nichts zu unternehmen!“
  • … und, und, und.

Was damals für viele schon schwer verständlich war, habe ich auch in all den Jahren danach immer wieder erlebt: Dass „unternehmerisch“ zu leben sich nicht nur auf rein wirtschaftliches Unternehmertum bezieht, sondern auf weit tiefere Denk- und Lebensstile, die Unternehmer- und Unterlassertypen unterscheiden.

  • Wo der eine Chancen sieht, wittert der andere Gefahren.
  • Wo der eine gestalten will, möchte der andere lieber verwalten.
  • Wo die einen mutig reagieren, sind die anderen ängstlich.
  • Wo die einen gewinnen wollen, wollen die andern nicht verlieren.
  • … und, und und.

Sie bemerken, worauf es hinausläuft: Wie sind Sie denn so drauf? Sind Sie eher Unternehmer oder Unterlasser?

  • Schauen Sie auf Möglichkeiten? Oder checken Sie lieber potenzielle Fehlerquellen?
  • Möchten Sie reich werden oder im Alter nicht verarmen?
  • Riskieren Sie, zu scheitern? Oder versuchen Sie stets, auf der sicheren Seite zu bleiben?
  • Handeln Sie nach Ihren eigenen Regeln? Oder passen Sie sich lieber an die anderer an?
  • Denken Sie eher an die Zukuft? Oder hängen Sie lieber im Jetzt oder sogar noch in der Vergangenheit fest?
  • Sehen Sie eher Herausforderungen oder Probleme?
  • Denken Sie: „Wie könnte es gehen?“ Oder eher: „Warum könnte es scheitern?“
  • Blüht Ihre unmitelbare Umgebung auf? Oder bleibt sie eher so wie immer?
  • Setzen Sie Ideen gerne um? Oder bleiben Sie lieber auf ihnen sitzen?
  • … und, und, und.

Zeit für ein erstes Zwischenfazit: Wo haben Sie sich eher wiedergefunden? Und: Wollen Sie das auch genau so?

Ich persönlich bemühe mich darum, eher ein unternehmerisches Leben zu führen, wenngleich natürlich klar ist, dass es nicht um ein klares Entweder-oder geht, sondern um die genaue Beurteilung vieler Einzelfälle – und im Ergebnis um eine Tendenz im allgemeinen Handeln.

Unterm Strich meine ich:

  • Es ist oft besser, viele Dinge auszuprobieren, oft zu scheitern und nur selten Erfolg zu haben,
  • als überhaupt nichts zu unternehmen und auf keinen Fall Erfolg zu haben.
  • Es ist also oft sicherer, Risiken einzugehen.
  • Und es ist im schlechtesten Sinne „mutig“, aus Angst passiv zu bleiben.

Insofern werde ich das Jahr 2016 ganz bewusst unter das Motto „Unternehmertum“ stellen und mich hier in meinem Blog sehr oft explizit mit unternehmerischem Denken, Handeln und ganz konkreten Chancen beschäftigen.

Also: Seien Sie dabei! Und lassen Sie es krachen! Möge das neue Jahr Ihr bestes seit langem werden!

Herzliche Schweinehundegrüße

Ihr

Stefan Frädrich

 

Aus dem Blog von Dr. Stefan Frädrich: http://www.stefan-fraedrich.de/blog/unternehmer-oder-unterlasser/

Selbständigkeit – Wie Du Deine Dienstleistung erfolgreich in Szene setzt, ohne viel zu investieren! // Steve Kröger

Konstante lukrative Einkünfte, Akquise und die Vermarktung der eigenen Dienstleistung sind die wohl größten Herausforderungen einer Selbstständigkeit. Als Unternehmer stehst Du vor der großen Aufgabe, Dein Unternehmen mit Deinem speziellen Produkt oder Leistungsangebot potenziellen Kunden bekannt zu machen. Mit einer einmaligen, schwungvollen ersten Aktion – etwa einer Party bei der Geschäftseröffnung – ist es jedoch nicht getan. Vielmehr geht es darum, Deine Firma und Dein Angebot in den Köpfen der potenziellen Kunden nachhaltig zu platzieren und aktuell zu halten. Dies ist eine permanente Aufgabe, die Dich als Unternehmer oder Inhaber einer Firma ständig beschäftigen sollte.

Akquise und Verkauf ist nicht nur was für Vertreter

Viele Unternehmer und Freiberufler vernachlässigen jedoch Ihre Vermarktungsstrategien und Werbeanstrengungen, weil sie im Tagesgeschäft so eingespannt sind, dass darüber hinaus kaum noch Zeit für Strategie und Planung bleibt. Ein anderer Grund ist auch einfach die Scheu vor dem aktiven Verkaufen. Wie kommt das? Aktives Verkaufen hat immer noch den ‚Geruch‘ von Vertretermentalität und sich aufzudrängen. Und viele Unternehmer möchten nicht so wahrgenommen werden. Wichtig ist jedoch: Fortwährende Akquise und aktives Verkaufen sind kein Aufdrängen! Ganz im Gegenteil, es eröffnet sogar neue Möglichkeiten und die Chance, nicht mehr auf jeden Auftrag angewiesen zu sein.

Durch Authentizität mehr Leichtigkeit

Beim Kundenkontakt geht es weniger ums Verkaufen, denn um Kommunikation. Viele Menschen verbiegen sich in ihrer Selbstständigkeit und versuchen, zu einer Marke zu werden, der sie gar nicht entsprechen. Je weiter wir uns jedoch von uns selbst entfernen, desto weniger können wir unseren Kunden glaubhaft erzählen, dass unser Angebot erfolgreich ist. Wenn Du Dich jedoch auf Deine Stärken konzentrierst und authentisch bist, wirst Du auch Deine Kunden vom Erfolg Deines Angebots überzeugen. Und wenn Du Dich nicht verbiegen musst, wirst Du auch mit mehr Leichtigkeit Deine Selbstständigkeitführen.

Aus dem Blog von Steve Kröger: http://stevekroeger.com/selbststaendigkeit-marketing-dienstleistung

Die Herkunftsgeschichte – ein Eckpfeiler für effektives Story-Marketing // Alexander Christiani

Dunlop macht es, Rothschild macht es und die Bibel macht es ebenfalls

während die meisten Unternehmen auf einen wichtigen Eckpfeiler in ihrer Markengeschichte leichtfertig verzichten, erzählen die gerade Erwähnten gern ihre Herkunftsgeschichte… und sie wissen auch warum: weil wir alle uns riesig dafür interessieren, wo etwas herkommt und wie etwas begonnen hat.

Wie haben Sie sich eigentlich kennengelernt?“, fragen wir zum Beispiel glückliche Paare im Urlaub, oder abends an der Bar: „Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Oboen-Bauer zu werden?“ im Gespräch mit einem Hersteller von Musik-Instrumenten.

Herkunftsgeschichten sind eines der stärksten Kommunikations-Instrumente, um unseren Kunden zu erläutern, wie unsere Marke und unser Unternehmen zu dem geworden ist, was es heute ist.

Herkunftsgeschichten wecken damit Wertschätzung und Verständnis- darüber hinaus aber auch emotionale Zuneigung – und zwar in einem Ausmaß, das die meisten Unternehmer verblüfft.

 

Beispiel:

 

Ein gutes Beispiel dafür ist der aktuelle Film über die Markengeschichte von Lattoflex auf Youtube unter:Hier Klicken

Mit 22 min. Länge ist der Film in den Augen vieler Profis „viel zu lang“ geraten, was wieder mal zeigt, wie oft selbsternannte Profis daneben liegen, wenn es um Story-Marketing geht:  Der Film wurde in den ersten drei Tagen fast 1000 Mal angeschaut und das Unternehmen erhält waschkörbeweise Fanpost von begeisterten Kunden und Händlern.

 

Boris Thomas, Lattoflex-Geschäftsführer und langjähriger Kunde unseres Hauses, schreibt: „Wenn Sie noch mal einen Beleg brauchen, dass „Story-Telling funktioniert- unser kleiner Lattoflex-Film über unsere Geschichte sprengt die Dimensionen unserer Branche.“

Stellvertretend zitiere ich nur aus einer Mail, die ein Bettenhaus-Inhaber an seinen Mitarbeiter schrieb:

 

„Guten Morgen alle!

Bevor ihr gemeinsam in die Woche startet, bitte ich euch zusammen 22 Minuten Zeit zu nehmen. Von mir aus schließt euch die Tür unten ab.

Denn diesen Film solltet ihr nicht sehen!

Ihr müsst ihn sehen!

Er ist für mich das Größte, was es in der Firmen- und Produktpräsentation bisher gibt. Ich glaube auch, dass große Weltkonzerne wie BMW, Audi oder Sanofi keinen vergleichbaren Film aufweisen können.

YouTube:Die Lattoflex Story

Viel Spaß und spannende Momente.

P.S.: Es ist toll, dass wir dabei sein dürfen und die Entwicklung von Lattoflex nach vorne bringen können und dies jeden Tag!

Dirk

Geschäftsinhaber

Betten Günther

 

Also, nehmen Sie sich ein Beispiel an Profis, wie

  • Dunlop

(„Der schottische Tierarzt John Boyd Dunlop entwickelte 1888 den ersten Luftreifen für das Dreirad seines dreijährigen Sohnes.“)

  • Rothschild

(Anfang des 19. Jahrhunderts, machten sich die fünf Söhne von Johann Mayer Amschel Rothschild auf den Weg von ihrer Heimatstadt Frankfurt nach London, Paris, Frankfurt, Neapel und Wien um Ihre großen Bankhäuser zu etablieren…)

  • der Bibel

(Johannes 1:1 „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott…“)

und erzählen Sie die Herkunftsgeschichte Ihres Unternehmens…

Die Ergebnisse werden Sie überraschen!

 

Herzlicher Gruß

Alexander Christiani

Aus dem Blog von Alexander Christiani: http://alexanderchristiani.tumblr.com

Positive Glaubenssätze: Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt! // Martin Limbeck

EXPERTEN-TIPP

„Ich bin einfach nicht gut in der Telefonakquise, das liegt mir nicht …“ Du glaubst nicht, wie oft ich Sätze wie diesen schon in meinen Trainings gehört habe. Weißt du, was das fatale daran ist? Dabei handelt es sich um selbsterfüllende Prophezeiungen. Je öfter du dir selbst so einen Quatsch einredest, umso eher wirst du bei deinem nächsten Akquisetelefonat scheitern. Ich kenne Verkäufer, die haben schon die Schweißtropfen auf der Stirn stehen, bevor sie überhaupt zum Hörer greifen. Dabei muss das überhaupt nicht sein – denn nur wir selbst sind verantwortlich für die Glaubenssätze, nach denen wir leben!

„Du bist halt unmusikalisch!“

Ich möchte mich gar nicht frei davonmachen. Auch ich bin in meiner Jugend mit, sagen wir mal, eher bescheidenen Glaubenssätzen aufgewachsen. In meiner Schulzeit gab es eine ganze Menge prägender Erlebnisse, die nicht gut für mein Ego waren. Zum Beispiel musste ich eines Tages im Musikunterricht zum Vorsingen nach vorne. Meine Hypothek war, dass sowohl mein Bruder als auch meine Schwester sehr musikalisch waren. Das half mir jedoch kein bisschen: Das Vorsingen ging total in die Hose. Und der Lehrer hatte sein Ziel erreicht. Das Schlimmste war sein mitleidiger Ton: „Ach, Martin, setz dich wieder hin. Du bist halt unmusikalisch. Das ist halt so …“ So entstehen Glaubenssätze. „Du bist halt unmusikalisch!“ Treffer. Versenkt. Ich habe das verinnerlicht und glaubte tatsächlich fast mein ganzes Leben lang, dass ich unmusikalisch sei. Nur weil so ein schlechter Lehrer sich seiner Verantwortung nicht bewusst war und es nötig hatte, einen schwachen Schüler noch schwächer zu machen.

Ähnlich erging es mir mit meinem Deutschlehrer. Er war unser Klassenlehrer und glaubte damit, die Hoheit über unseren weiteren Lebensweg zu haben. Einmal bestellte er meinen Vater ein, weil ich schlechte Noten hatte. Er sagte: „Herr Limbeck, aus Ihrem Früchtchen wird NIE was werden!“ Hammer! Überleg mal, wie aggressiv und wie gehässig. Was musst du für ein armes kleines Würstchen sein, wie wenig muss aus dir geworden sein, um einen völlig verunsicherten Jungen in der Pubertät dermaßen zu demütigen! Und weil ein guter Teil der Lehrer ihre Schuhe auf mir abstreiften, hatte ich natürlich auch überhaupt kein Standing in der Klasse. So funktioniert Führung – auch im Negativen.

Programmier dich auf Erfolg!

Ok, Singen ist heute immer noch nicht meine Stärke. Doch wenn ich es tue, dann frei von jeglichen Hemmungen und einfach, weil mir gerade danach ist. Bis dahin war es ein langer Weg. Denn niemand außer dir selbst kann die negativen Glaubenssätze aufbrechen. Du musst dich ihnen stellen und dich von deinen selbst auferlegten Fußfesseln lösen. Ich habe mich zum Beispiel auch lange damit rumgeschlagen, dass ich die Schule nur so mit Ach und Krach und einigem Abschreiben geschafft habe. Als mir ein wichtiger Wegbegleiter nahelegte, dass ich ein Buch schreiben sollte, habe ich ihn erst mal für völlig verrückt erklärt. Ein Buch schreiben – ich? Das erschien mir so unwahrscheinlich, wie wenn ein österreichischer Bodybuilder kalifornischer Gouverneur werden könnte. Wie diese Geschichte ausgegangen ist, ist allgemein bekannt. J Ich hatte den glasklaren Glaubenssatz „Ich kann kein Buch schreiben.“ Doch dieser besagte Freund ließ nicht locker und unterstützte mich unglaublich. Was daraus geworden ist, weißt du: Im Herbst wird mein inzwischen fünftes Buch erscheinen. Ich bin unglaublich froh, dass ich mich aufgerafft habe und den negativen Stimmen – um mich herum und in meinem Kopf – den Kampf angesagt habe. Und das nicht nur in Bezug auf Bücherschreiben. Ich hatte einst negative Glaubenssätze und bin heute einer, der auch andere motivieren kann. Ich hatte früher einen Hang zum Negativen und bin heute ein leuchtender Optimist. Ich sage dir: Wenn du erkannt hast, womit du dein Leben verändern kannst, dann relativiert sich vieles von dem Geschwätz. Auf einmal sieht die Welt ganz anders aus und vieles geht dir bedeutend leichter von der Hand. Also pack es an!

Aus dem Blog von Martin Limbeck: http://www.managementtraining.de/2016/02/25/mach-dir-die-welt-wie-sie-dir-gefaellt/

Denke groß – 3 Tipps, wie Deine Firma richtig wächst! // Steve Kröger

Für jeden Selbstständigen kommt früher oder später der Moment, an dem er sich entscheiden muss: Baue ich mein Unternehmen aus? Und wenn ja, wie?

Über viele Dinge muss dabei nachgedacht werden: zum Beispiel über die Kosten für Büro, Technik, Produkte, Mitarbeiter, aber auch über die Struktur der neuen Organisation: Waren es vorher vielleicht nur 1-5 Personen, wird es bei einer größeren Anzahl von Mitarbeitern unerlässlich, neue Führungsebenen einzuführen und auch interne Kommunikationswege erfolgreich zu etablieren.

Wer niemals springt, lernt niemals schwimmen!

Vor allem aber gilt es, darüber nachzudenken, ob man überhaupt so viele Kunden hat, dass man die Kosten wieder rein bekommt. Viele Selbstständige wachsen, sobald sie 1-2 neue Großkunden gewonnen haben. Doch was passiert, wenn diese nach wenigen Monaten wieder abspringen? Eine intensive Planung und Voraussicht hilft beim Wachstum. Bei aller Vorsorge gilt jedoch: Man kann nicht alles planen, und manchmal muss man auch einfach den Sprung wagen. Den Sprung in die Selbstständigkeit hast du bereits gewagt, der nächste Schritt ist nur halb so schwer.

Wer alles kann, kann nichts richtig!

Als Freiberufler und Selbstständiger ist es jedoch wichtig sein Angebot an Leistungen genau zu überdenken und das richtige und die richtige Menge davon anzubieten, hier gilt, ‚weniger ist mehr‘! Wäre es nicht besser wenn Du Dich darauf konzentrierst, was Du wirklich richtig gut kannst? Stell Dir vor, Du gehst abends aus und möchtest etwas essen. Du gehst in ein Restaurant und schlägst die Karte auf: Es gibt Pasta, Pizza, Gyros, Sushi, Currywurst, Burger, Falaffel und veganen Kartoffelauflauf – sei ehrlich: Würdest Du dort essen wollen? Oder gehst Du nicht lieber zu dem Asiaten um die Ecke, weil die Reisgerichte dort so fantastisch sind?

Grundsätzlich gilt: Wer alles kann, kann nichts richtig. Deshalb ist es besser, sich spitz aufzustellen.

Ich schaffe alles, was ich mir in den Kopf setze!

Unsere Erfahrung zeigt, dass die ‘einsamen Wölfe’ es schwer haben. Unternehmer, die meinen, die alleinige Kontrolle über ihre unternehmerische Zukunft zu haben, stellen ein wesentliches Risiko dar. Der einschlagende Erfolg kommt erst mit der Bildung eines Teams. Umso wichtiger ist es, dass Selbstständige lernen, Kontrolle durch die Entwicklung des Teams zu erlangen.

Der wichtigste Faktor bei diesem Prozess ist das Vertrauen des Unternehmers in sein Team. Das Vertrauen darauf, dass die Fähigkeiten des Teams innovative Ideen generieren. Ein in dieser Art wachsendes Team an seiner Seite zu haben, ist ein weiterer Garant und wesentliches Merkmal von Profitabilität, Geldfluss und der Zufriedenheit des Unternehmers. Und somit ein relevanter Wettbewerbsvorteil.

3 Tipps in Kürze:

  1. „Wer Erfolg will, muss auch mal ins kalte Wasser springen. Wer immer nur zögert, kommt nie ans Ziel.“
  2. „Positioniere Dich spitz. Sprich lieber einen Kunden richtig an als zehn falsch.“
  3. „Vertraue Deinem Team und gib Verantwortung ab.“

Aus dem Blog von Steve Kröger: http://stevekroeger.com/

Vom Wert der Wertschätzung // Boris Grundl

Unterscheiden Sie sauber und betrachten Sie Wertschätzung differenziert

Das Thema Wertschätzung ist in aller Munde: Wertschätzung im Beruf und am Arbeitsplatz, in Partnerschaft und Familie. Wertschätzung wird lautstark kommentiert und eingefordert. Sie ist dadurch zu einem Modewort geworden. Und wann immer so eine Modewelle aufkommt, lohnt es sich, einmal tiefer dahinter zu schauen. Was ist Wertschätzung im Kern eigentlich? Als ich anfing, mich näher mit Wertschätzung zu beschäftigen, merkte ich, dass ich den Begriff für mich selbst noch nicht sauber durchdrungen und damit definiert hatte. Auch in Gesprächen mit anderen beschrieben diese den Begriff sehr schwammig. In den ersten Recherchen habe ich keine hilfreichen Definitionen gefunden. Schließlich habe ich doch noch eine Differenzierung gesehen, die das Wesen der Wertschätzung fassbarer macht: die Unterscheidungen „Marktnorm“ und „soziale Norm“.

Marktnorm heißt Marktgesetze: Erbringe Leistung, erarbeite einen „Mehrwert“ für das Unternehmen gegen Geld. Diese Welt ist nüchterner, kühler. Soziale Norm beschreibt die Gesetze der sozialen Bindung. Diese Welt ist wärmer, geprägt durch persönliche Nähe und verbindende Gemeinsamkeiten. In der Marktnorm geht es auch um Macht und Dominanz, im Sozialen eher um Akzeptanz und Augenhöhe.

Nur noch ein paar Tage bis zum Fest. Gerade jetzt spielt das Thema Wertschätzung eine besondere Rolle. Denn schließlich werden reichlich Werte verschenkt. Da stellt sich mir die Frage, warum wir eigentlich bei den Geschenken das Preisschild entfernen. Ist es, damit der andere nicht sieht, was das Präsent gekostet hat? Oder einfach, weil wir es schon immer so gemacht haben? Nein, keineswegs. Wir wollen nicht, dass das Geschenk durch den aufgedruckten Preis im Bereich der Marktnorm bleibt. Durch das Entfernen des Preisschildes signalisieren wir, dass wir das Geschenk in die Beziehungsebene, eben in die soziale Norm, heben wollen.

Marktnorm und soziale Norm – eine Abgrenzung

Was ist das wichtigste Gefühl, das ein Mensch braucht? Ich habe das schon oft in meinen Vorträgen und Seminaren bei den Teilnehmern abgefragt. Das Ergebnis: Der Mensch möchte anerkannt und geliebt werden, so wie er ist! Ohne, dass er ein Rolle erfüllen oder Leistung erbringen muss. Ohne zu funktionieren wie eine Maschine, sondern dass er als Mensch – wie er ist – angenommen wird. Manche nennen das Liebe!

Wohin gehört nun diese essentielle Emotion? In die Marktnorm oder in die soziale Norm? Die Antwort ist sofort klar: in die soziale Norm. Was passiert aber nun, wenn ein Mensch dieses starke Gefühl nicht innerhalb seines sozialen Normenkreises erzeugen kann? Weil die tragende Familie oder ein Freundeskreis als Nest nicht vorhanden ist? Dann zieht diese Erwartungshaltung in unsere Unternehmen ein, und wir erwarten, dass das Unternehmen dieses Defizit ausgleicht. Wenn Menschen in der sozialen Norm wirklich geliebt werden, wenn sie dort ein echtes Nest haben, dann suchen sie dieses Nest nicht am Arbeitsplatz.

Auch den umgekehrten Fall gibt es – etwas, das in die soziale Norm gehört, in die Marktnorm zu transportieren. Ein Beispiel aus meinem Leben dazu: Wegen des Rollstuhls kann ich nicht einfach einen Mietwagen nehmen. Also hat sich ein Freund von mir darum gekümmert, mir einen gebrauchten Kombi, der umbaufähig ist, für meine Wohnung auf Mallorca zu besorgen. Der Freund ist Automechaniker. Er hat sich einen ganzen Tag freigemacht, um das mögliche Fahrzeug zu besorgen und zu überprüfen. Ich fragte meinen Freund, was ich ihm schuldig sei – schließlich hat er einen vollen Tag Urlaub dafür geopfert. Und seine Antwort? Er reagierte pikiert auf meinen Vorschlag und sagte: „Gib mir ein Bier aus, wenn wir uns das nächste Mal sehen.“ Mir wurde klar: Ich hatte einen Fehler gemacht; ich hatte die Gesetze des Marktes in die soziale Norm gebracht.

In der Familie und im Freundeskreis (soziale Norm) ist es für Menschen von Bedeutung, Wertschätzung dafür zu erhalten, dass sie einfach da sind. Einfach so. Als Mensch. Diese Nähe und Nächstenliebe ist für uns als soziale Wesen sehr wichtig. Wertschätzung bedeutet hier Anerkennung als Mensch. Diese bringe ich meinem Gegenüber bedingungslos – losgelöst von jeder Bedingung – entgegen, weil er da ist und weil wir uns gegenseitig im Leben als Menschen bereichern. Diese Art der Wertschätzung schenke ich meinen Kindern, meinem Partner, meinen Freunden.

Im Job (Marktnorm) ist das anders. Dort entsteht Wertschätzung durch Wertschöpfung für das Unternehmen. Es ist also eine Form von Respekt, den ich mir durch erbrachte Ergebnisse verdiene. Meinen Wert als Mitarbeiter bestimmen die Werte, die ich für die Firma schaffe. Wenn Mitarbeiter Ziele erreichen und Ergebnisse erzielen, sollte die Führungskraft ihnen Wertschätzung in Form von Respekt zollen.

Unternehmen sind keine Familie

Wenn wir lernen, sauber zu unterscheiden und jede Handlung passend einzuordnen, vermeiden wir unglaublich viele emotionale Spannungen. Denn unerfüllte Erwartungen werden vermieden. Die, die im Job Anerkennung in Form von Liebe suchen, anstatt sich Wertschätzung für tatsächlich erbrachte Leistung zu erarbeiten, möchten schon ein Lob für ihre Anwesenheit und ihre guten Absichten. Für solche Menschen wird jedes negative Feedback zur Selbstwert-Nagelprobe. Denn sie verwechseln Feedback mit Lob. Jede sachliche Kritik wird als persönlicher Angriff gewertet, da sie sich in erster Linie eine reine Bestätigung als Mensch erhoffen (soziale Norm). Sie müssen sich klar machen, dass man ihren Wert als Mensch zwar nicht bestreitet, dass es hier, im Job, in erster Linie aber um etwas ganz anderes geht, nämlich um Ergebnisse für die Firma.

In Unternehmen werden durch das Signal „Wir sind eine große Familie“ (soziale Norm) falsche Erwartungen geschürt. Firmen sind weniger Anerkennungsorte für das reine „Menschsein“. Sie sind Wertschöpfungsfabriken durch erbrachten Nutzen bzw. Ergebnisse. Ein Unternehmen ist nicht dazu da, dass man sich „fallen lassen“ kann, sondern um für den Gegenwert Geld einen Nutzen zu liefern und zu leisten. Fallen lassen sollte ich mich primär in der sozialen Norm. Deswegen ist ein intaktes privates Umfeld auch so wichtig! Es gilt: Aufladen in der sozialen Norm, leisten in der Marktnorm. Ein starker Satz dazu stammt von Theodor W. Adorno, der sagte: „Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren.“ Genau das ist Marktnorm eben nicht. Ein Lob für Bemühungen, Absichtserklärungen oder Selbstverständliches ist hier fehl am Platz. Viele Führungskräfte machen genau diesen Fehler, ihre Mitarbeiter für etwas zu loben, obwohl die Ergebnisse noch zu schwach sind. Zur Marktnorm gehört tendenziell eher Erfolg, zur sozialen Norm eher Erfüllung.

Wenn ich an meinem mangelnden Selbstwert (Wert meines Selbst) nicht arbeiten will, bleibt mir nichts anderes übrig, als andere für die fehlende Anerkennung meines Wertes verantwortlich zu machen. Schuld daran, dass ich mich wertlos fühle, sind dann der Partner, die Kinder, der Chef, die Kameraden, die mir vermeintlich meine Anerkennung und damit Wertschätzung verweigern. Und was tue ich, wenn sich mein Vorgesetzter „aus der Deckung wagt“ und die Wahrheit sagt, der ich mich selbst nicht stellen will: „Du machst einen vernünftigen Job, bist aber deswegen noch lange nicht herausragend.“ Dann reagiere ich empfindlich und werfe ihm mangelnde Wertschätzung vor.

Betrachten wir das Bild der verletzten Ehefrau, deren Mann den gemeinsamen Hochzeitstag vergisst: Hat sie ein stabiles Selbstwertgefühl und ist die Beziehung intakt, dann wird sie über die Zerstreutheit ihres Mannes am Hochzeitstag lächeln. Und sie bestellt an seiner statt einen Tisch im Restaurant und schenkt ihm eine Rose oder ein Schmuckstück. Ist ihr Selbstwertgefühl dagegen angeknackst, ist sie unzufrieden mit sich und ihrer Situation, dann trifft es sie hart, dass ihr Ehemann an diesem besonderen Tag nicht daran denkt, sie mit einer Aufmerksamkeit aufzuwerten, um ihren fehlenden Selbstwert zu kompensieren. Ihr stillschweigender Auftrag an ihn lautet: Gib mir Wert! Her mit dem Ring – ich brauche eine Bestätigung, dass ich dir wichtig bin! Sie erwartet, dass er ihr das gibt, was ihr selbst fehlt. So lebt sie in dem unerfüllbaren Anspruch an ihren Mann: Mach mich glücklich! Dabei ist es eben genau dieser Anspruch, der direkt ins Unglück führt und so viele Beziehungen scheitern lässt.

Sie selbst definieren Ihren Wert

Erkennen – Anerkennen – Transformieren“ heißt der Dreiklang. Zuerst muss ich erkennen, wie oft mir mein mangelnder Selbstwert im Wege steht. Ein Indiz für solche Momente ist die Freude, die ich empfinde, wenn jemand anderem etwas misslingt. Oder das Gefühl der Überlegenheit, das sich einstellt, wenn andere mentale Erniedrigung erfahren. Solche Gefühle entstehen nur aufgrund meines mangelnden Selbstwertes in diesem Moment. Dafür muss ich mich selbst beobachten lernen. Im nächsten Schritt gilt es, das emotional anzuerkennen. Eine schwierige Übung, denn erst, wenn ich die Verantwortung für diesen inneren Mangel übernehme, anstatt andere verantwortlich zu machen, kann ich ihn auch transformieren. Gelingt es mir, diese Verantwortung zu übernehmen, entwickle ich auch mehr Verständnis für das Gefühl der mangelnden Anerkennung und Wertschätzung, das viele Menschen haben.

Wir sollten aber auch wissen, dass das gefühlte Defizit desjenigen nicht dadurch aufzulösen ist, dass andere angeklagt werden. Sondern nur dadurch, dass man sich darüber bewusst wird, was jetzt da ist und das anerkennt. Nicht dem hinterher gieren, das man nicht hat, sondern das schätzen, was man hat. Schonungslos. Diese Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist eine große Stärke. Sie verhindert nicht nur Verbitterung, sondern auch Stagnation. Und sie verändert die Haltung zu meinem Umfeld: Mein Anspruch an andere, mich endlich gebührend wertzuschätzen, erübrigt sich. Stattdessen kann ich mich darauf konzentrieren, an mir zu arbeiten – und an den Ergebnissen, die ich erzielen will – darauf, welchen Unterschied ich im Leben anderer machen kann. So finde ich meinen Platz im Leben. Dann ist es übrigens auch nicht mehr schlimm, wenn der Wert, den ich mir selbst gebe, aus welchen Gründen auch immer, niedrig ist. Wenn ich meinen Platz gefunden habe, muss ich das nicht mehr kompensieren. Solange ich ein Problem mit meinem Selbstwert habe, ist jede Wertschätzung von außen immer nur eine Ersatzbefriedigung – ganz gleich, von wem sie kommt. Sie fühlt sich einen Moment lang gut an, aber sie löst das Problem nicht, denn das steckt in mir. Niemand kann es für mich lösen. Nur ich selbst kann das. Das schaffe ich, wenn ich beginne, zu erkennen, was in mir liegt. Dann finde ich eine Antwort auf die Frage, welchen Wert ich mir selbst geben kann. Ihnen wünsche ich von Herzen, dass Sie das für sich erreichen. Denn das ist alles andere als leicht und verlangt einen großen Mut: Sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Ohne Verblendung, Selbstüberhöhung und Selbsttäuschung.

Ich bedanke mich bei allen Lesern unseres Blogs und für die tollen Feedbacks bis hierhin. Und ich wünsche Ihnen ein erholsames Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie. Erholen Sie sich gut (soziale Norm), um dann wieder mit Spitzenergebnissen Ihrer Berufung zu folgen (Marktnorm).

Aus dem Blog von Boris Grundl: http://www.fuehren-und-wirken.de/vom-wert-der-wertschaetzung/

Neues Jahr – Neues wagen // Markus Jotzo

Der Chef marschiert ins Konferenzzimmer und peilt zielstrebig den Platz neben der Leinwand an. Alles ist bereit für den Jahresrückblick. Aber irgendetwas ist komisch: Die Kollegen am anderen Ende des Raumes unterdrücken ganz offensichtlich – und sehr erfolglos – einen Kicheranfall. Die beiden Praktikanten blicken betreten zu Boden. Was ist denn nur geschehen?

Etwas Peinliches: Der Chef läuft mit offener Hose rum.

Und niemand in der Kollegenrunde traut sich, es ihm zu sagen. Vermutlich würden Sie sich ebenfalls zurückhalten, weil es auch für Sie peinlich wäre und Sie Ihren Chef zudem nicht lächerlich machen wollen.

Aber verhindern Sie mit dem Nichtssagen, dass ihr Chef bloßgestellt wird? Nein, er macht sich trotzdem lächerlich, denn er steht zwei Stunden vor versammelter Mannschaft mit offenem Hosenschlitz und wird zum Gespött. Und mal ganz ehrlich: Sie würden nicht den Mund halten, um ihm die Lächerlichkeit zu ersparen – sondern weil es bequemer ist und weil Ihnen selbst der Hinweis peinlich gewesen wäre. Stimmt’s?

Diese Denkweise ist gut gemeint, aber schädlich. Denn in so einer Situation ist es viel besser, sich zu überwinden. Unangenehme Dinge anzusprechen, fühlt sich zunächst unbehaglich an. Tatsächlich ist das Feedback darauf aber fast immer positiv und die angesprochene Person dankbar für Ihre Direktheit. Wenn Sie sich trauen, Ihre Freundin auf das Stück Petersilie in ihren Zähnen hinzuweisen, bleibt ihr nach der Mittagspause die Blamage im Büro erspart. Die Kollegin in der Probezeit lernt etwas dabei, wenn Sie ihre Arbeit ehrlich beurteilen, anstatt ihr nur zu schmeicheln und sich beliebt zu machen.

In Seminaren weise ich regelmäßig Teilnehmer darauf hin, dass Ihr Gürtel viel zu lang ist, die Schuhe alt und dreckig sind oder eine Bluse fürs Business zu wenig zugeknöpft ist. Und ich freue mich, wenn bei der nächsten Begegnung die Kleidung angemessen ist. Es lohnt sich also, wenn Sie über Ihren Schatten springen und etwas Neues versuchen, etwas Ungewohntes ausprobieren.

Dabei geht es jedoch nicht nur darum, was die anderen denken, sondern dass Sie den ungewohnten Vorstoß für sich selbst wagen.

Warum? Weil es Ihnen guttut!

Wenn Sie in solchen Momenten couragiert genug sind, den Mund aufzumachen – prima. Aber wie steht es um Ihre Wünsche und Träume? Gehen Sie diese auch aktiv an?

Stellen Sie sich vor, Sie lernen seit vier Jahren eifrig Gitarre und fühlen sich jetzt so fit, dass Sie unbedingt in einer Band mitspielen wollen. Aber da gibt es Ihre Familie, die ihre Zeit beansprucht. Ihr Managerjob fordert viel Engagement und Aufmerksamkeit. Zudem sind Sie noch Fußballtrainer und die E-Jugendmannschaft verlässt sich auf Sie. Und jetzt?

Viele Menschen würden ihren Wunsch hinten anstellen, weil „das Leben“ eben anderes von ihnen fordert. Seine verschiedenen Rollen zu erfüllen, ist auch notwendig. Manchmal ist es jedoch besonders wichtig, sich in den Vordergrund zu drängen. Selbst wenn Sie sich zeitweise unbeliebt machen.

Denn Sie müssen es nicht jedem recht machen, sondern in erster Linie sich selbst. Probieren Sie etwas Neues, das Sie noch nicht können und an dem Sie wachsen: Spielen Sie in einer Band – auch wenn Sie dabei vielleicht nicht ganz so erfolgreich sind. Wenn Sie Ihre Träume realisieren, sind Sie doch ein viel ausgeglichenerer Vater, Manager und Fußballtrainer. Und das gilt natürlich auch für Frauen, die sich beim Fotokurs verwirklichen, beim Yoga abschalten oder nach zehn Jahren endlich den Motorradführerschein machen.

Mein Tipp: Erstellen Sie für das kommende Jahr keine endlose Liste konkreter Vorsätze vom Abnehmen bis zum Sparen, die Sie dann wahrscheinlich doch nicht einhalten. Probieren Sie Neues aus, auch wenn es manchmal unangenehm ist. Begeben Sie sich bewusst aus Ihrer Komfortzone heraus und schauen Sie nach, was in der Überforderungszone auf Sie wartet. Ich kann Ihnen versprechen, Sie werden persönliches Wachstum finden. Denn selbst wenn Sie auf dem Weg zum Ziel manchmal scheitern, erreichen Sie dadurch einen großen Gewinn: Sie lernen sich und Ihre Grenzen kennen und bereichern Ihr Leben durch neue Erfahrungen.

Mut zahlt sich aus! Denn wer sich überwindet und Dinge tut, die er noch nicht kann, zahlt damit automatisch auf das Konto seines Selbstbewusstseins ein und die eigenen Träume verwirklichen macht doch deutlich zufriedener.

Also ich habe mir schon mehrere Ideen und Projekte zurechtgelegt, mit denen ich mich im nächsten Jahr absichtlich überfordern werde. Ich freue mich darauf!

Und auch Ihnen wünsche ich für das neue Jahr, dass Sie die Herausforderungen mit offenen Armen annehmen und sich sogar bewusst neue Herausforderungen schaffen.

Aus dem Blog von Markus Jotzo: http://www.markus-jotzo.com/blog/

Wie du deine Neujahrsvorsätze richtig umsetzen kannst // Karl Ess

Zwei Dinge kommen uns in den Kopf, wenn ein Jahr zu Ende geht:

1. ‚Wow ging das wieder schnell! Was habe ich alles erlebt!‘ und
2. ‚Was für Ziele habe ich? Wie kann ich meine Neujahrsvorsätze richtig umsetzen?‘

Dabei ist es dann üblich, dass man sich gegenseitig fragt, was denn die eigenen Neujahrsvorsätze sind. Aus irgendeinem Grund wird dieser Jahreswechsel immer wieder mit einem Neuanfang oder eben den neuen Vorsätzen in Verbindung gebracht.
Fitnesssportler kennen diese Zeit als eine sehr nervige Zeit. Die Fitnessstudios sind überfüllt mit Leuten, die sich ‚gute Vorsätze‘ für das neue Jahr gesetzt haben. Uns ist bekannt, dass diese Vorsätze für das Fitnessstudio oft nicht lange anhalten. Leider sieht es bei den meisten Menschen mit den Neujahrsvorsätzen genau so aus.
Aber warum ist das so? Warum geben so viele Menschen ihre Neujahrsvorsätze so schnell wieder auf?

DIE DREI GRÜNDE WARUM DIE MEISTEN NEUJAHRSVORSÄTZE NICHT LANGE ANHALTEN

Man könnte meinen, dass es viele Gründe gibt, warum die meisten Menschen ihre Neujahrsvorsätze nicht in die Tat umsetzen. Eigentlich gibt es aber nur drei ganz ausschlaggebende Gründe dafür.

1. KEIN COMMITMENT

Der erste Grund dafür, dass die meisten Leute ihre Neujahrsvorsätze nicht umsetzen ist ihr fehlendes Commitment. Auf deutsch: sie verpflichten sich nicht zu ihren Zielen. Sie haben also die Bedeutung eines Vorsatzes nicht richtig verstanden. Ein Vorsatz für das neue Jahr bedeutet, einen festen Entschluss zu fassen, etwas zu tun. Wer aber wirklich Erfolg damit haben möchte, muss eine Verpflichtung sich selbst gegenüber eingehen!

2. KEIN FOKUS

Selbst wer sich zu seinen Zielen für das neue Jahr verpflichtet, hat nicht die Garantie, dass er seine Neujahrsvorsätze auch wirklich durchzieht. Denn ein sehr großes Problem bei Neujahrsvorsätzen ist, dass man im Volksmund im Plural von ihnen spricht.
Wenn es heißt ‚was hast du für Vorsätze für das neue Jahr?‘ dann wird fleißig geantwortet. ‚Aufhören zu rauchen, 10kg Muskeln, befördert werden und die Beziehungsprobleme aus dem Weg räumen.‘

Das Problem an der Sache: selbst wenn man es bei jedem einzelnen der Dinge zu 100% ernst meint, wird es unmöglich sein, diese Bereiche des eigenen Lebens alle auf einmal zu verändern. Man hat einfach nicht den nötigen Fokus für eine so starke Veränderung in Verschiedenen Bereichen des Lebens.

3. KEINE DEADLINES

Wie oft haben wir uns schon gesagt, dass wir etwas tun und haben es nach hinten verschoben? Das hängt auch damit zusammen, dass wir uns selbst nicht zu der Sache verpflichtet haben und keinen Fokus hatten. Wir haben uns dann meist keinen zeitlichen Rahmen gesetzt.

Wenn wir von Vorsätzen für das neue Jahr sprechen, haben wir ganz viele tolle Ideen und vielleicht nutzt der ein oder andere auch die Jahreswende, etwas in seinem Leben zum Positiven zu verändern. Die meisten aber scheitern, weil sie diese Vorsätze nicht zeitlich begrenzen.

WIE DU DEINE NEUJAHRSVORSÄTZE RICHTIG UMSETZEN KANNST

Wie gehörst du nun also zu den wenigen Menschen, die sich Neujahrsvorsätze vornehmen und diese auch wirklich umsetzen?

Dein Commitment, dein Fokus und ein zeitlicher Rahmen sind ausschlaggebend für das Erreichen deiner Ziele. Diese drei Faktoren müssen gegeben sein, wenn du deine Neujahrsvorsätze richtig umsetzen willst. Anders geht es nicht.

VERPFLICHTE DICH ZU DEINEM ZIEL

Neujahrsvorsätze richtig umsetzen: Verpflichtung!

Es ist also völlig egal, was du dir vornimmst, wie viel du darüber mit anderen redest und wie schön es für dich wäre, dieses Ziel zu erreichen.
Es wird dir nur gelingen, wenn du dich innerlich zu 100% dazu verpflichtest.

ABER WAS BEDEUTET DAS? WIE VERPFLICHTET MAN SICH SELBST ZU ETWAS? 

Indem du dich selbst überprüfst. Stell dir vor, dass du dein eigener Chef bist, der dich überwacht. Denn genau das bist du, wenn es um deine Ziele geht. Du bestimmst die Ziele und die Pläne für deine Ziele. Also musst du auch die Person sein, welche diese überwacht. Eben genau wie ein Chef, der seinen Mitarbeitern vorgibt, was zu tun ist.

Konkret heißt das, dass du dir zunächst jeden einzelnen Tag vor Augen führst, was du erreichen willst. Dann musst du als Chef auftreten und bestimmen, was du an diesem Tag tun kannst, um deinem Ziel näher zu kommen. Der Mitarbeiter in dir muss dann diese Dinge umsetzen. Tut er das, bist du deinem Ziel einen Schritt näher und der Chef in dir gibt den nächsten Schritt vor.

Tut der Mitarbeiter in dir nicht, was nötig ist, um dem Ziel näher zu kommen, muss der Chef in dir konsequent sein und dafür sorgen, dass die Dinge getan werden, die getan werden müssen. Scheitert das zu oft, musst deine Fähigkeiten als Mitarbeiter oder Chef verbessern..

FOKUSSIERE DICH AUF EINE SACHE

Neujahrsvorsätze richtig umsetzen: Fokus

Ich will damit nicht sagen, dass du nicht mehrere Vorsätze für das neue Jahr haben kannst! Ich will nur sagen, dass du nicht versuchen solltest, diese gleichzeitig in die Tat umzusetzen. Multitasking ist eine Lüge. Kein Mensch kann das – auch keine Frau!

Wir als Menschen können uns nur auf eine einzige Sache zur Zeit konzentrieren. Versuchst du dich auf zwei Sachen gleichzeitig zu konzentrieren oder lässt dich immer wieder von der einen Sache ablenken, wirst du keinen Erfolg haben.

Nur wenn du dich zu 100% auf die Sache fokussierst, die du erreichen willst, kannst du deine Neujahrsvorsätze richtig umsetzen.

Deswegen teile dir deine Neujahrsvorsätze in verschiedene Phasen des Jahres ein. Nimm dir dein wichtigstes Ziel für das neue Jahr heraus und lasse dich von nichts von ihm abbringen. Erst wenn du dieses Ziel erreicht hast (oder bei einem langfristigen Ziel die nötigen Angewohnheiten perfekt in deinen Tagesablauf integriert hast) beginnst du, dich auf den nächsten Vorsatz zu konzentrieren!

Du hast dir vorgenommen, 10kg Muskeln aufzubauen und in der Schule deinen Notenschnitt um eine Stelle vor dem Komma zu verbessern? Von dem Vorsatz für die Schule hängt aber deine Versetzung oder dein Abitur ab? Dann sorry Muskeln, aber Schule geht hier vor. Du konzentrierst dich die ersten 3 Monate des Jahres so sehr auf die Schule, dass du danach die nötigen Angewohnheiten aufgebaut hast, um deinen Schnitt so zu verbessern, dass du versetzt wirst. Erst dann konzentrierst du dich auf den Muskelaufbau.

Versuchst du beides gleichzeitig, wirst du in beidem scheitern. Dabei ist es egal, ob du immer vom Klassenstreber abschreibst oder mein Bodywork benutzt – dir fehlt der Fokus, dein Ziel zu erreichen.

SETZE DIR EINEN ZEITLICHEN RAHMEN

Neujahrsvorsätze richtig umsetzen: Deadlines setzen

Du kannst dich noch so sehr dazu verpflichten, deine Neujahrsvorsätze richtig umzusetzen, und dein Fokus mag noch so stark sein. Es bringt dir nichts, wenn du dir keinen zeitlichen Rahmen innerhalb des Jahres setzt.

Das gute bei „Vorsätzen für das neue Jahr“ ist, dass damit eigentlich schon ein zeitlicher Rahmen gesetzt ist. Innerhalb des neue Jahres hat man alle seine Vorsätze erreicht… Wer’s glaubt. Denn weil du nicht alles gleichzeitig machen kannst, musst du dir für jedes einzelne Ziel zeitliche Rahmen setzen, die kürzer als ein Jahr sind. Hältst du dich also an die Sache mit dem Fokus, wird es schwer, wenn du für ein Ziel ein ganzes Jahr brauchst.

Lege also einen realistischen zeitlichen Rahmen für dein Ziel oder für die richtigen Angewohnheiten oder das richtige Wissen. Überlege dir: ‚Wie lange dauert es, bis ich herausgefunden habe, welche Arbeitsweise ich an den Tag legen muss, um meinen Notenschnitt um 1,0 zu verbessern? Wie lange brauche ich, das gesamte Wissen des Bodyworks aufzusaugen, um dann zu wissen, wie man 10kg Muskeln aufbaut?‘ Oder: ‚wie lange dauert es, bis ich genau weiß, dass ich es geschafft habe, mit dem Rauchen aufzuhören?‘

Setze diesen Rahmen konsequent. Sage dir: ‚In 2 Monaten werde ich wissen, wie man 10kg Muskeln aufbaut, wie lange das dauern wird und ich werde die richtigen Angewohnheiten dafür aufgebaut haben!‘ Du wirst keine 10kg Muskeln in 2 Monaten aufbauen. Aber innerhalb von 2 Monaten wirst du wissen, was du tagtäglich dafür tun musst! Und du wirst wissen, wie lange es dauern wird.

Nach diesen 2 Monaten kannst du dich auf den nächsten Vorsatz konzentrieren!

EINE SACHE NOCH FÜR DEINE NEUJAHRSVORSÄTZE

Setze dir große Ziele. Setze dir Ziele, bei denen du denkst, dass du 2 Jahre für sie brauchen würdest und erreiche diese innerhalb von einem Jahr.

Die meisten Leute scheitern nicht, weil sie sich zu große Ziele setzen und diese verfehlen. Die meisten Leute scheitern, weil ihre Ziele zu klein sind und sie diese treffen!

Wenn du die drei Punkte von oben beachtest, kannst du in einem Jahr mehr erreichen als du dir vorstellen kannst.

Aus dem Blog von Karl Ess: http://www.karl-ess.com/neujahrsvorsaetze-richtig-umsetzen/

Gerade noch mal schiefgegangen – Es lohnt, über Fehler zu reden // René Borbonus

Eine dieser Runden: Alle Mitarbeiter der Abteilung sind um den Konferenztisch versammelt. Der Chef sah schon mal glücklicher aus. Gerade hat er allen Anwesenden erläutert, in welche Schwierigkeiten er geraten ist, weil die Vertriebsstrategie für das Großprojekt, das den Quartalsumsatz retten soll, nicht rechtzeitig fertig war. Schön blöd habe er dagestanden vor dem Kunden.

Alle ahnen, was jetzt kommt, und richten ihre Aufmerksamkeit vorsorglich schon mal auf die Poster mit den Claims aus der Firmenbroschüre: „Bei uns zählt der Mensch“, steht da, und: „Kommunikation ist Trumpf“. Dann stellt der Chef die Frage, die alle haben kommen sehen: „Wer hat das verbockt?“ Die Antwort ist ein vielstimmiges Schweigen.

Das Meeting zieht sich noch eine Weile. Letztlich lässt sich nur feststellen, dass es an einer verlässlichen Zahl gefehlt hat: Die Absatzerwartung lässt sich erst abschätzen, wenn eine Erhebung in der Zielgruppe belastbare Ergebnisse geliefert hat. Als der ursprüngliche Zeitplan gemacht wurde, wurde das Zeitfenster für die Befragung zu kurz angesetzt. Das fiel erst auf, als ein Mitarbeiter des damit beauftragten Marktforschungsinstituts sich widersetzte: „Wenn Sie verlässliche Ergebnisse wollen, brauchen wir mehr Zeit.“

Zwei Wochen später ist die Befragung ausgewertet. Beim Blick in die Zahlen stellt sich heraus, dass die Nachfrage die Erwartungen bei weitem übertrifft. Die bisher kalkulierten Kapazitäten wären nicht annähernd ausreichend gewesen, ein Engpass die zwingende Folge. Wäre die bisher umrissene Vertriebsstrategie zwei Wochen zuvor verabschiedet und in Gang gesetzt worden, hätte das zu erheblichen Problemen geführt; jetzt jubiliert der Kunde angesichts der bevorstehenden Umsatzsteigerung, und der Chef hat auf einmal sehr gute Laune.

Nach dem „Fehler“, der zur Verzögerung im Gesamtablauf geführt hatte, fragt plötzlich niemand mehr. Dabei wäre es genau jetzt an der Zeit, darüber zu sprechen, denn: Dieser Fehler hat sich als Glücksfall erwiesen. Er sollte dringend wiederholt und in zukünftige Prozesse integriert werden. Gerade nochmal schiefgegangen.

Mit Fehlern kann man arbeiten

Wie ehrlich sind Sie, wenn es darum geht, Fehler einzuräumen?

Fehler sind eines der letzten Tabus der Leistungsgesellschaft. Jedem passieren sie, die wenigsten stehen dazu. Auf die Idee, sie zum Arbeitsthema und zur Grundlage einer gesunden Feedbackkultur zu machen, kommen noch immer wenige Unternehmen. Wir können im Büro inzwischen über fast alles reden: über Work-Life-Balance, über Sinn und Unsinn einer Frauenquote, über die Grenzen der permanenten Erreichbarkeit.

 

Über Fehler nicht. Jeder Fehler, glauben wir, könnte die Karriere killen. Fehler machen angreifbar – sie einzuräumen schwächt die eigene Position.

Wegen diesen Glaubenssätzen sitzt bei vielen die Angewohnheit tief, Fehler zu verbergen anstatt damit zu arbeiten. Dass es schwer wäre, darüber zu reden, ist letztlich auch so ein Glaubenssatz, denn das ist ganz allein eine Frage der Kommunikationskultur. Unverzeihlich ist in Wahrheit nur ein einziger Fehler: Aus Fehlern nichts zu machen. Denn sie können etwas wunderbares sein – allerdings nur, wenn darüber gesprochen wird.

Es ist Zeit, mit dem Mythos vom Karrierekiller „Fehler“ aufzuräumen. Ohne ein paar saftige Missgeschicke, Irrtümer und blöde Zufälle hätte es einige der wichtigsten Erfindungen der Neuzeit schlicht nicht gegeben. Und einige der bedeutendsten Köpfe der Wissenschaft wären nie berühmt geworden, wenn sie nicht auch mal Mist gebaut hätten.

Fehler, die Geschichte machten

Das Penicillin ist eine der wichtigsten Erfindungen, die einem Mediziner jemals gelungen sind. Das Medikament, das als Ursprung aller modernen Antibiotika gelten kann, hat Millionen von Menschen das Leben gerettet. Entdeckt wurde es infolge eines Missgeschicks seines Erfinders, des Bakteriologen und späteren Nobelpreisträgers Alexander Fleming. Der hatte im Sommer 1928 nämlich mal die Nase voll von der Forscherei, machte sein Labor dicht und fuhr in den Urlaub.

So ganz stimmt das nicht: Fleming hatte sein Labor zwar abgeschlossen, aber eben nicht dicht gemacht. Er hatte vergessen das Fenster zu schließen.

Als er zurückkehrte, fiel ihm neben der ungewohnt frischen Luft an seinem Arbeitsplatz auch eine seltsame Veränderung auf den Versuchsplatten auf, auf die er vor seinem Urlaub Eitererreger aufgetragen hatte. Die hatte er eigentlich kultivieren wollen, um damit zu arbeiten, doch nun waren sie hin. Die Frage war bloß: Woran waren sie zugrunde gegangen, wenn nicht an Langeweile? An zu viel frischer Luft womöglich? So ungefähr.

Fleming nahm die Versuchsplatten unter seinem Mikroskop in Augenschein und entdeckte neben den toten Eitererregern noch etwas anderes: Pilzsporen, die er dort nicht aufgebracht hatte. Er zählte eins und eins zusammen und kam zu dem Schluss, dass sie durchs geöffnete Fenster eingedrungen sein mussten, dass er bei seiner Rückkehr vorgefunden hatte. Er wiederholte den Vorgang planmäßig unter kontrollierten Bedingungen und sah seinen Verdacht bestätigt: Die Sporen hatten dem Eiter den Garaus gemacht.

 

Die Weiterentwicklung dieser Zufallsentdeckung hieß Penicillin und revolutionierte die Therapiemöglichkeiten bakterieller Erkrankungen. Der ursprüngliche Typ Penicillin G rettete in den Jahrzehnten nach seiner Entdeckung unzählige Menschenleben und wird heute noch eingesetzt. Zu verdanken haben wir den Wirkstoff der Schusseligkeit eines zerstreuten Professors.

Eine weitere Erfindung, die auf einem Missgeschick beruht, haben Sie gleich viermal an Ihrem Auto: den Gummireifen. Bis 1839 hätte man dem Werkstoff Gummi keinesfalls das Leben von Fahrzeuginsassen anvertrauen können. Der Stoff wurde zwar bereits für verschiedenste Zwecke eingesetzt, doch seine Belastbarkeit war sehr begrenzt: die damals bekannten Mischungen schmolzen bereits bei relativ niedrigen Temperaturen und brachen schon bei mäßiger Kälte.

Bis Charles Nelson Goodyear 1839 ein Missgeschick unterlief. Er experimentierte in seinem Labor gerade mit einer Mischung aus Gummi und Schwefel, als er für einen Moment die Konzentration verlor und ein Stück der wenig wohlriechenden Mixtur auf eine heiße Herdplatte fallen ließ. Das Ergebnis war nicht nur ein erbärmlicher Gestank und eine ruinierte Herdplatte, sondern auch eine Gummikonsistenz, die bisher niemand in planmäßigen Versuchen hatte erzeugen können: korrosionsresistenter, abriebfester und temperaturbeständiger. Wenig später meldete Goodyear ein Patent auf einen Gummireifen an, der innerhalb kürzester Zeit seinen Siegeszug um die Welt antrat. Flemings unruhige Hand, die gewiss kein Chemiker unter „besondere Fähigkeiten“ im Lebenslauf aufführen würde, sorgte für eine Erfindung, die es bis in Ihre Garage geschafft hat.

Für alles andere als Hochgefühle sorgte zunächst das berühmte Viagra bei seinen Schöpfern. Wie bitte? Ja, tatsächlich: Viagra erfüllte die Hoffnungen seiner Erfinder ganz und gar nicht. Sie hatten es nämlich nicht als Erektionshilfe, sondern als Medikament gegen Bluthochdruck entwickelt. Die Testreihen verliefen desaströs: Gegen den hohen Blutdruck der Probanden konnte das Mittel herzlich wenig ausrichten.

Dafür stellten sich bei vielen der männlichen Studienteilnehmer unerwartete Nebenwirkungen ein: Sie bekamen viel leichter als gewöhnlich eine Erektion. Es lässt sich mutmaßen, dass die durchführenden Mediziner selten Patienten gesehen hatten, die sich so wehmütig aus einer Studie verabschiedeten.

 

Bei Pfizer wurde man angesichts dieser Nebenwirkung hellhörig: Pharmakonzerne erkennen eine Goldgrube, wenn sie sie sehen. 1996 brachte Pfizer die blauen Pillen als Hilfe für Männer mit Erektionsstörungen auf den Markt – mit ungeahntem Erfolg.

Das Totalversagen des Forscherteams, das ein Präparat gegen Bluthochdruck erfinden wollte, brachte dem Unternehmen Milliarden ein.

Angesichts der Effekte, die diese Fehler zeitigten: Wer sind wir, es besser zu wissen als das Schicksal und unsere Fehler unter den Teppich zu kehren? Ein Fehler kann Menschen retten, reich machen und den Nobelpreis einbringen!

Fehlerkultur einführen – aber wie?

Was haben die Erfinder aus den Geschichten gemeinsam, die ich Ihnen gerade erzählt habe? Sie haben ihre Fehler nicht nur erkannt, sondern ernst genommen. Sie haben sie nicht abgehakt, sondern darauf aufgebaut. Die Entdecker von Viagra haben sich mit ihrem Scheitern auseinandergesetzt und die interessante Nebenwirkung als die Chance erkannt, die sie darstellte. Charles Nelson Goodyear entsorgte den stinkenden Klumpen Gummigemisch nicht gemeinsam mit seiner Herdplatte, sondern ließ sich von seinem Missgeschick inspirieren. Und Alexander Fleming warf die kontaminierten Versuchsplatten nicht wütend in den Sondermüll, sondern legte sie unters Mikroskop. Stellen Sie sich mal vor, er hätte das nicht getan.

An diesen Forschern können wir uns ein Beispiel nehmen: Anstatt Fehler zu vertuschen, zu verdammen und ungeschehen machen zu wollen, können wir sie zum Thema machen. Denn was für diese Entdeckungen gilt, hat im Unternehmensalltag nicht weniger Bedeutung: Manchmal sind es die ungeplanten Umwege und Irrfahrten, die uns zum Ziel führen. Manchmal ist es ein Freud’scher Versprecher, der mehr Weisheit transportiert als die ganze Rede drum herum. Und manchmal ist es ein kleiner Patzer in der Projektplanung, der dafür sorgt, dass die Vertriebsstrategie den Kunden aus den Socken haut.

Die Angst vor Fehlern und der Unwillen, darüber zu reden, sitzen bei den meisten tief. Wie können Sie das ändern? Wie können Sie dafür sorgen, dass Fehler in Ihrem Umfeld nicht nur toleriert, sondern akzeptiert und zum Thema werden? Anders gefragt: Wie können wir das meiste aus unseren Fehlern machen?

 

Die Antwort gebe ich Ihnen frei nach Alexander Fleming: Indem Sie sie unters Mikroskop legen. Und zwar die Fehler, nicht Ihre Mitarbeiter. Das ist nämlich genau der Grund, warum im Meeting, das ich zu Beginn dieses Artikel beschrieben habe, keiner die Hand heben wollte: In den meisten Unternehmen wird der Wert von Fehlern nicht in Erkenntnis gemessen, sondern in Schuld. Deshalb gibt es in vielen Unternehmen keine gesunde Fehlerkultur.

Danke, dass Sie das verbockt haben!

Mitarbeiter, Kollegen, Erwachsene, Kinder – womöglich noch unter Androhung von Sanktionen – zur Offenlegung ihrer Fehler zu zwingen funktioniert nicht. Es sorgt eher dafür, dass sie sich verschließen. Die Angst, die einer konstruktiven Nutzung von Fehlern im Weg steht, können Sie Ihrem Umfeld – oder: Ihrem Publikum – nur nehmen, indem Sie es ermutigen zu seinen Fehlern zu stehen, und dabei mit gutem Beispiel vorangehen. Sie müssen niemandem vormachen, dass Fehler erwünscht seien. Doch mal ehrlich: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen absichtlich Mist bauen? Fehler passieren – das kann auch der strengste Chef der Welt nicht verhindern.

Stellen Sie sich den überraschten Gesichtsausdruck eines verunsicherten Mitarbeiters vor, der für seinen Irrtum nicht vor versammelter Mannschaft zum Sündenbock erklärt, sondern dazu beglückwünscht wird, welchen Nutzen er daraus gezogen hat! Wir sollten Menschen nicht an ihren Fehlern messen – sondern daran, wie sie damit umgehen. Wertvoll ist ein Mitarbeiter nicht, weil er die Fehler, die alle anderen auch machen, erfolgreicher unter den Tisch kehrt als andere – sondern weil er dazu steht, daraus lernt und etwas daraus macht. Wer souverän mit Fehler umgeht, verdient keine Strafe, sondern Respekt.

Und tatsächlich, es gibt sie: Unternehmen, die den Wert von Fehlern verstanden haben und aktiv beim Qualitätsmanagement einsetzen. Im Tagungshotel Schindlerhof in Nürnberg zum Beispiel wird der „Fehler des Monats“ nicht verdammt und nicht unter den Tisch gekehrt, sondern: prämiert. Der Mitarbeiter, der für den Fehler verantwortlich zeichnet – und das tun die Mitarbeiter im Schindlerhof freiwillig – bekommt sogar ein kleines Präsent und ein Dankeschön von der Geschäftsführung. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass das ganze Unternehmen von Irrtümern jedes Einzelnen profitieren kann: „Gut, dass Du diesen Fehler gemacht hast. So können wir alle daraus lernen!“

 

Jeder Fehler zählt

Es gibt sogar Situationen, in denen es auf jeden Fehler ankommt. Wenn ein Unternehmen neu gegründet wird, lernen die Gründer aus ihren Anfängerfehlern mehr als aus jedem Glücksgriff. In der Erprobungsphase neuer Prozesse oder Produkte schaut jeder erfahrene Unternehmer genauer auf die Risiken und Nebenwirkungen als auf das, was von Anfang an glatt läuft.

Und wenn ein Unternehmen, eine Abteilung, ein Team vor einem Führungswechsel oder massiven Umstrukturierungsmaßnahmen steht, ist nichts gewisser als die Ungewissheit – und nichts ist produktiver als der Zustand des Trial & Error, der damit einhergeht. Wenn Fehler in dieser Phase vertuscht oder nicht angemessen ausgewertet werden, kann dieses Versäumnis über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

All diese Anlässe sind Redeanlässe. In kritischen Momenten brauchen Ihre Mitarbeiter jemanden, der Ihnen eine gesunde Fehlerkultur vorlebt. Der ihnen Geschichten über den souveränen Umgang mit Fehlern erzählt – und über die wundervollen Dinge, die daraus entstehen können. Seien Sie dieser Chef, seien Sie dieser Kollege, seien Sie dieser Redner! Erzählen Sie Geschichten wie die von Alexander Fleming, Charles Nelson Goodyear und Pfizer. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, und man wird es Ihnen danken.

Einer, der seinen Erfolg genau darauf gebaut hat, ist der größte Startup- Investor des Silicon Valley: Tim Draper. Er investiert ständig in Leute, die nichts außer einer guten Idee haben – und bis zum Markterfolg reichlich Fehler machen, bevor sich die Investition in ihre Marke rechnet. Trotzdem ist Draper durch seine zahllosen Investments nicht etwa ärmer, sondern nur noch reicher geworden. Zu seinen größten Erfolgen zählen Investments in Skype und Hotmail. Derzeit setzt er u. a. auf den Elektroauto-Hersteller Tesla.

Drapers Geschäftsmodell besteht darin, erfindungsreiche Menschen zu finanzieren, während sie alle notwendigen Fehler machen, bis ihre Idee funktioniert. Wir dürfen ihm also glauben, wenn er sagt: „Wenn du außergewöhnliche Fehler machst, können großartige Dinge passieren!“

 

Auf einen Blick: Wie Sie Fehler zum Thema machen

Fehler sind nichts, wovor man Angst haben müsste, denn sie passieren sowieso. Nehmen Sie lieber die Zaunpfähle, mit denen das Schicksal Ihnen winkt, und bauen sie einen schicken Zaun daraus. Ermutigen Sie als Redner, als Führungskraft, als Eltern, als Kollege und als Freund die Menschen in Ihrem Umfeld dazu, zu ihren Fehlern zu stehen und darüber zu reden. Das ‚Glück des Tüchtigen‘ winkt nämlich nur denen, die einen außergewöhnlichen Fehler beim Schopfe packen, wenn er passiert.

  • Setzen Sie sich in Ihrem Umfeld für eine gesunde Fehlerkultur ein, in der Fehler nicht tabuisiert, sondern thematisiert werden.
  • Legen Sie nicht den ‚Schuldigen‘ unters Mikroskop, sondern den Fehler in der Sache.
  • Skalieren Sie nicht das Strafmaß für einen Fehler, sondern den Erkenntniswert, der sich daraus ziehen lässt.
  • Klopfen Sie Irrtümer und Missgeschicke darauf ab, ob sich etwas daraus machen lässt.
  • Erzählen Sie Geschichten von Menschen, die aus einem außergewöhnlichen Fehler etwas Großartiges geschaffen haben.

Kommen Sie gut an!

Ihr

René Borbonus

Aus dem Blog von René Borbonus: http://www.rene-borbonus.de/publikationen/fachartikel.html

Theorie und Praxis: Warum sie kein Gegenteil sind // Mark Poppenborg

Wer behauptet Theorie sei das Gegenteil von Praxis, macht es sich zu einfach.

Theorie und Praxis: Warum sie kein Gegenteil sind

Der Abteilungsleiter ist verzweifelt. Mal wieder. Es zieht sich wie Kaugummi. Seiner Mannschaft fehlt einfach die nötige Eigeninitiative. Und von Motivation ist leider auch nicht viel zu spüren. Dabei hat er schon so viel versucht. Bisher jedoch leider vergebens.

Und so setzt er jetzt auf den Rat von außen: Ein Berater wird gerufen. Der versteht sein Handwerk und liefert eine Theorie – darüber, wie Motivation funktioniert und unter welchen Bedingungen Menschen motiviert sind. Doch unserem Abteilungsleiter ist das zu abstrakt. „Geht das nicht konkreter? Praktischer?“

Ein anderer Berater verspricht umsetzbares Methodenwissen. Motivation durch KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess). Mit sofortigem Nutzen. Na, das klingt doch schon besser. Unser Abteilungsleiter ist begeistert von den konkreten Schritten, die die Methode vorsieht. Schnell steigt er in die Umsetzung ein.

Die Mitarbeiter sollen ab sofort Verbesserungsvorschläge an einem sogenannten KVP-Board sammeln. Vorschläge, die an der Wand landen, folgen anschließend einem festen Schema – bis sie zur Umsetzung kommen. Die Mitarbeiter wehren sich zwar etwas gegen die Methode, weil sie ihnen unpassend erscheint, aber man legt trotzdem los.

Schnell stellt man aber fest, dass die neue Methode eher als „Klagemauer“ genutzt wird. Die Mitarbeiter haben mit den KVP-Wänden eine neue Möglichkeit gefunden, Dinge durchzusetzen, denen der Chef vorher einen Riegel vorgeschoben hat.

Natürlich kann der Chef dieses Mal die Werkzeugbestellung schlecht verweigern, schließlich kommt sie über die neue Wunderwaffe. Wenn er jetzt „Nein“ sagt, würde er signalisieren, dass die KVP-Boards doch nichts taugen. Also winkt er durch.

Die Fälle nehmen aber zu, und am Ende muss er doch die Notbremse ziehen. Resigniert sieht er sich mal wieder bestätigt: Die Mitarbeiter denken nur an sich – und eben nicht im Sinne des Ganzen. Mist. Die Methode allerdings hinterfragt keiner…

 

Eine Methode ist ein Rezept. Für einen ganz konkreten Kuchen.

 

Was hier passiert, ist geradezu ein Klassiker: Es gibt ein Problem. Dafür nimmt man sich eine Methode zur Hand. Und die soll das Problem lösen. Klappt aber nicht. Und eben nicht, weil es in der Anwendung hakt. Nein, die Methode passt nicht zum Problem!

Ihr braucht einen Pflaumenkuchen, habt aber das Rezept für Lasagne am Wickel. Kann nichts werden.

Noch schwieriger wird es, wenn Ihr noch gar nicht wisst, was Ihr kochen oder backen wollt! Dann könnt Ihr in den Rezepten kramen so viel Ihr wollt, es führt zu nichts.

Schauen wir mal genauer hin.

Ein Rezept kennen wir ganz gut aus der Küche. Dabei haben wir eine Liste aus ganz konkreten Handlungsanweisungen. Erst A, dann B und so weiter. Möglich sind auch Wenn-Dann-Regeln. Wenn A flüssig geworden ist, dann B langsam hinzugeben. Auf jeden Fall legt ein Rezept im Voraus fest, was passiert.

Am Ende kommt, sagen wir, ein Kuchen heraus, der gut schmeckt – vorausgesetzt, das Rezept war gut und man hat sich daran gehalten. Welche Person das Rezept befolgt, ist unerheblich. Jeder kann es anwenden und kommt zum selben Ergebnis.

Rezepte vertragen keine Überraschungen.

Das funktioniert logischerweise nur dann, wenn nichts Unerwartetes passiert. Wenn eben nicht der Strom ausfällt oder ich mir die linke Hand verstaucht habe und das mit dem Rühren nicht so recht klappt.

Und es funktioniert auch nur dann, wenn das Rezept genau zu dem Fall passt, den ich auf dem Schirm hatte.

Denn ein Rezept beinhaltet nicht nur jeden Prozessschritt, sondern immer auch den Einsatzzweck. Es bündelt alles Wissen, das zur Lösung des Problems nötig ist. Das heißt natürlich auch, dass man Rezepte nur dann verwenden kann, wenn man bereits genügend Wissen besitzt, um ein Problem zu lösen. Sobald eine Überraschung auftritt versagt das Rezept.

Wenn also meine Gäste anrufen und mir von ihrer Gluten-Unverträglichkeit berichten, kann ich mein schönes Rezept in die Tonne schmeißen. Dann muss ich mir etwas anderes überlegen.

 

Abweichen verboten. Schade.

 

Wenn ich dann trotzdem den Kuchen wie geplant backe, wird es zwar ein Kuchen. Klar. Den isst aber keiner.

Und: Wenn ich ein KVP-Board Top-Down einführe, wird es sicher ein KVP-Board, hilft aber niemandem.

Oder auch standardisierte Brainstormings. Denkt mal an eigene Workshops zurück. Dann kennt Ihr bestimmt das ungute Gefühl, wenn Ihr einem bestimmten Brainstorming-Prozess folgen sollt – obwohl Ihr gerade merkt, dass es viel sinniger wäre, einen ganz konkreten Gedanken weiterzuspinnen, dem sich alle schon längst verschrieben haben.

In einem solchen Fall wird das Rezept plötzlich zur selbst geschaffenen Autorität. Und die steht der eigentlichen Lösung dann heftig im Weg.

 

Ein Rezept schreit. Ein Werkzeug schweigt.

 

Wenn ein Prozess mit Unsicherheit behaftet ist, dann bringt uns ein Rezept bzw. eine Methode eben nicht weiter. Dann brauchen wir etwas anderes. Etwas, das uns mehr Freiheiten lässt Freiheiten für eigene Ideen.

Da kommen die Werkzeuge ins Spiel. Werkzeuge legen ihren Einsatzzweck eben nicht selbst fest. Sie taugen nur im Zusammenhang mit einer Idee. Nehmen wir beispielsweise einen Schraubenzieher. Den nutzt man zwar oft, um Schrauben einzudrehen. Stimmt.

Genauso gut kann man damit aber auch eine Bierflasche öffnen, ein Auto knacken oder auch einen Mord begehen. Und vor allem noch viele andere Dinge tun – auf die wir gerade nicht kommen. Wenn Ihr Kinder habt, ahnt Ihr vielleicht, was ich meine…

Beispiele für Werkzeuge sind unser Schraubenzieher, ein Flipchart, die Kulturinterviews, die ich oft in Unternehmen mache oder auch ein KVP Board, das ohne Top-Down Anleitung daher kommt. Und die Theorie. Was ist nun Theorie?

 

Theorie ist ein Werkzeug. Wie praktisch.

 

Eine Theorie entsteht immer als Versuch, die Realität abzubilden. Sie sagt jedoch nie: So IST die Welt. Eine Theorie gibt also keine Anleitung. Sie ist keine Methode. Kein Rezept. Sie ist vielmehr ein Werkzeug, das zusammen mit einer Idee einen Nutzen haben kann.

Deshalb kann eine Theorie auch nie falsch oder richtig sein. Sondern vielmehr nützlich oder eben nutzlos. So wie jedes Werkzeug. Mal hilft der Schraubenzieher, mal hilft er nicht.

 

Wenn man eine Theorie als praxisfern verschreit, dann sagt man nichts anderes als: „Ich habe keine Idee, wie ich diese Theorie nutzen kann.“ Oder schlimmer noch, wie in dem Beispiel oben mit den KVP-Boards: „Gib mir eine Methode, dann muss ich nicht auf eine Idee kommen.“

 

Nicht Theorie ODER Praxis, sondern Theorie IN der Praxis.

 

Theorie ist also nicht das Gegenteil von Praxis. Man würde ja auch nicht sagen, „Schraubenzieher versus Praxis“. Nein, Theorie kann in der Praxis helfen. Oder eben gerade nicht. Aber sie kann nicht „schuld sein“. Und auch nicht „zu abstrakt“.

Wenn man sagt: „Liefere mir eine praxisnähere Theorie“ ist das so wie: „Liefere mir einen praxisnäheren Schraubenzieher“. Würde keiner tun, oder?

Wenn Ihr nicht wisst, was Ihr mit dem Schraubenzieher anfangen sollt, dann ist Euch offenbar der Weg noch nicht so recht klar. Das Problem ist neu. Und wenn Ihr dann nach einer Anleitung ruft, tappt Ihr wieder rein in die „Rezeptfalle“.

Denn eine Bauanleitung bzw. ein Rezept, funktioniert ja gerade nicht, wenn das Problem neu ist. Wenn ich nicht so recht weiß, wie ich von A nach B komme. Wenn ich eben eine ganz neue Idee brauche.

Werkzeug + Anleitung = vergeigt.

Oft werden Werkzeuge zu Methoden degradiert, indem man sie mit einer Anleitung verknüpft. Irgendwo wurde beobachtet, dass eine Firma ein Board entwickelt hat. Dieses Werkzeug nutzte man dort, um die Arbeit zu koordinieren. Gute Idee. Klappt.

Ein Externer beobachtet dieses Werkzeug und denkt: „Oh, das muss ja auch anderswo funktionieren“. Jetzt macht er aus einer Beobachtung eine Methode: Er beschreibt die konkreten Schritte zur Anwendung dieses Werkzeugs. Und schafft damit wieder eine Autorität. Diese Anleitung, dieses Rezept ist fix. Es kann nicht mehr mit Überraschungen umgehen.

Und in diese „Rezeptfalle“ ist auch unser Abteilungsleiter mit seinen KVP Boards getappt. Er hat aus einem Werkzeug durch die Top-Down-Einführung eine Methode gemacht. Und: Die Methode passte noch nicht mal zum Problem. Denn das Problem waren nicht die unmotivierten Mitarbeiter, sondern vielmehr eine Organisationsstruktur, die Pflichterfüllung förderte und Verantwortungsübernahme bestrafte.

Die Mitarbeiter hatten über Jahre hinweg gelernt, dass es opportun ist, besser keine Entscheidungen zu treffen, weil sie damit immer ein Risiko eingingen. Die impliziten Botschaften der Methode „KVP Board“ standen jetzt der Organisationstruktur und den täglichen Erfahrungen diametral gegenüber. Gefordert waren jetzt zugleich mehr Verantwortungsübernahme und Pflichterfüllung.

Nicht dass Ihr mich falsch versteht. Ich halte extrem viel von KVP. Jedoch als ein Werkzeug, das Mitarbeiter mit ihren Ideen einsetzen. Wenn es sinnvoll ist. Nicht aber  als Methode, die Top-Down eingeführt wird.

Letztlich will ich weder Methoden, noch Werkzeuge verteufeln oder heilig sprechen. Wir brauchen beides.

Werkzeuge für neues Terrain. Jedes Rezept ist hier völlig nutzlos. Und wir brauchen die Methode mit ihren wunderbar konkreten Anleitungen. Und zwar dann, wenn uns eine Situation völlig klar ist. Hier wären Werkzeuge jeder Art mit ihren Freiheitsgraden reine Verschwendung.

Und um ein prominentes Beispiel noch beim Namen zu nennen: Kulturwandel ist nie, aber auch wirklich nie durch Methoden zu lösen. Wenn Euch jemand erklärt, wie man Kultur verändert, dann könnt Ihr ihm postwendend erklären, dass es dafür kein Rezept gibt, weil es immer wieder anders ist und sich kein Fall wiederholt.

Ganz abgesehen davon, ist die Kultur eines Unternehmens nie ein zu lösendes Problem, aber das rollen wir an anderer Stelle auf.

Wenn wir uns also fragen: Theorie oder Praxis? Dann ist das die falsche Frage. Besser: Welchen praktischen Fall haben wir hier? Und dann setzen wir entweder eine Methode ein. Oder wir nehmen eine Theorie zu Hilfe. Für mehr happy working people!

Aus dem Blog von Mark Poppenberg: http://intrinsify.me/Blog/items/theorie-und-praxis-warum-sie-kein-gegenteil-sind.html

Der schnelle Weg zum Gipfel Möchtegern // Martin Limbeck

Manchmal ist das Maß einfach voll. Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch. Ich fordere meine Seminarteilnehmer, meine Zuhörer im Vortrag und auch die Leser meiner Bücher immer wieder auf, mir Feedback zu geben. Das ist mir extrem wichtig, denn ich möchte wissen, wenn ich mich an einer Stelle noch verbessern kann. Und genauso freue ich mich riesig, wenn ich eine nette Mail von einem Verkäufer bekomme, der sich für meine Tipps bedankt – weil es ihm jetzt gelungen ist, endlich den dicken Fisch an Land zu ziehen, an dem er sich schon mehrfach die Zähne ausgebissen hatte. Doch es gibt eben nicht nur die dankbaren Menschen.

Es gibt auch die, die glauben, dass das ja alles nichts Besonderes ist, was ich da mache. So frei nach dem Motto „Der Limbeck hat ordentlich Schwein gehabt! Bisschen was aus dem Nähkästchen plaudern und dafür ein dickes Honorar einstreichen – das will ich auch!“ Mal ehrlich: Das kratzt mich eigentlich nicht mal. Was mich jedoch nervt, ist wenn diese Typen sich dann bei mir anbiedern und Tipps haben wollen, wie sie denn auch möglichst schnell zu einem möglichst erfolgreichen Vortragsredner und Trainer werden können. Weil sie auch eine total weltverändernde Message haben. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie viele von diesen Anfragen ich schon bekommen habe. Sowas wie “Martin, ich glaube, ich fühle, ich spüre, ich rieche in mich rein, ich habe… eine innere Stimme in mir, die sagt, ich möchte nebenberuflich, nebenbei, ab und zu mal, wenn es sich ergibt, professionell aber wie gesagt nur ab und zu mal, aber selbstständig möchte ich mich nicht machen, da ist mir das Risiko zu hoch und ich muss auch nicht davon leben, aber ich habe so eine wichtige Botschaft, auf die die Welt gewartet hat und die muss ich doch verkünden.” Was soll ich darauf antworten? Anscheinend haben sie nämlich das Wichtigste nicht verstanden. Egal in welchem Job du es bis ganz an die Spitze schaffen willst – das gelingt dir nicht mal eben so, neben deinem eigentlichen Vollzeitjob.

Was Verkaufen und Sport gemeinsam haben

Jetzt mal Butter bei die Fische: Würden Sie so eine E-Mail auch an Maurizio Arrivabene, den Teamchef von Ferrari, schreiben? Weil Sie der Ansicht sind, dass Sie das mit dem nächsten WM-Sieg für die Scuderia besser hinbekommen würden als Sebastian Vettel? Oder fragen Sie Jogi Löw, ob er nicht noch so ab und an, quasi aushilfsweise, einen Platz im Kader der Nationalelf für Sie frei hätte? Sie sehen sicher schon, worauf ich hinaus will. Das ist absurd! Wenn es um Sport geht, hört bei den meisten der Spaß auf. Das ist bitterer Ernst. Da wird das Trikot des Lieblingsvereins gleich einer heiligen Reliquie bei jedem Spiel getragen, um die Jungs damit anzufeuern. Und im Nachhinein werden bei einer Niederlage tausend Ausreden gesucht, warum es denn nicht geklappt hat. Da ist es sonnenklar, dass die Jungs tagein tagaus mehrere Stunden lang trainieren, um am Wochenende in der Startelf zu stehen. Sobald es jedoch ums Verkaufen geht, ist das anscheinend was anderes. Warum eigentlich? Ich sage Ihnen was: Verkäufer und Sportler haben einiges gemeinsam. Denn wenn du nach oben kommen willst, gibt es ein paar grundlegende Sachen, um die du dich kümmern musst. Erstens: Du musst was drauf haben. Wenn du beim Kicken keinen Ball triffst, solltest du dich besser nach etwas anderem umsehen. Doch Talent allein reicht nicht. Du musst auch was draus machen! Im Fußball bekommst du keine Torchance, wenn du nicht weißt, wann du wo hinlaufen musst, wie du dich von deinem Gegenspieler absetzt. Dieses Wissen musst du dir, egal ob Talent oder nicht, hart erarbeiten. Und wenn du dann die Torchance hast – was nutzt sie dir, wenn du nicht fähig bist, den Ball zielsicher am Torwart vorbei in den Kasten zu manövrieren? Beim Verkaufen ist es genauso: Du brauchst Vorbereitung, Gesprächseröffnung, Bedarfsanalyse, Einwandbehandlung und Abschlusstechniken – und noch vieles mehr. Und du musst in der Lage sein, dich zu organisieren, damit du überhaupt Termine bekommst. Das alles hat nichts mit Glück, sondern mit Können zu tun. Außerdem brauchst du eine Ahnung davon, wie du am besten vorgehst. Du brauchst eine Strategie. Und Glück ist keine Strategie. Es mag ab und an mal helfen, doch auf Dauer solltest du nicht darauf bauen, wenn du es wirklich zu was bringen willst.

Ohne Fleiß kein Preis

Ich habe am Anfang auch gedacht, dass das mit dem Verkaufen ganz easy ist. Und genauso dachte ich, als ich mich selbstständig gemacht hatte, dass ich nur mal ein paar Kontakte anrufe und schwupps mein Seminar voll habe. Fehlanzeige. Ohne Fleiß kein Preis! Verkaufen ist kein Job, den du mal eben so machen kannst. Und Keynote-Speaker wirst du auch nicht mal eben so. Da musste ich mir meine Sporen genauso verdienen. Ich weiß noch, wie blauäugig ich damals an die Sache rangegangen bin, als ich meinen ersten Vortrag beim Club 55 halten sollte. Besser gesagt durfte, heute ist mir klar, was für eine unglaubliche Ehre mir damals als Jungspund zuteil geworden ist. Ich hatte keinen Schimmer, wie das läuft. Und genau so bin ich dann auch unvorbereitet über die Bühne gehampelt. Zwischen damals und heute liegen viele tausend Stunden harte Arbeit. Ich habe an meiner Vortragstechnik gearbeitet, an den Inhalten meiner Keynotes – und habe mir vor allem jede ehrliche Kritik zu Herzen genommen. Und es hat sich gelohnt: Heute darf ich mich CSP, Certified Speaking Professional nennen. Und gerade in der vergangenen Woche habe ich von der Europäischen Trainerallianz die Auszeichnung zum Certified Top Speaker International erhalten. Wow! Das ist für mich die schönste Bestätigung, dass sich die ganze Arbeit und Mühe mehr als gelohnt hat.

Was ich Ihnen damit auf den Weg geben möchte: Von nichts kommt nichts! Lassen Sie sich nicht verrückt machen von Möchtegerns, die Ihnen Ihren Erfolg neiden. Manche müssen es eben auf die harte Tour lernen und erst mal ordentlich auf die Nase fallen, wenn sie versuchen, es dir „mal eben so“ gleichzutun.

Aus dem Blog von Martin Limbeck: http://www.managementtraining.de/2015/11/12/der-schnelle-weg-zum-gipfel-moechtegern/

Machen Sie´s wie Bully // Markus Jotzo

„Jetzt hörts halt amal auf! Bis einer weint…“

Unvergessen, die vielen chaotisch-lustigen Szenen mit Abahachi, Santa Maria Hombre, Uschi und Häuptling Listiger Lurch. Aber nicht nur der Schuh des Manitu stammt aus der Feder von Michael Bully Herbig. Auch mit Erkan und Stefan, der Bullyparade, Lissi und der Wilde Kaiser und (T)Raumschiff Surprise hat er die Nation zum Lachen gebracht. Damit ist nun Schluss!

Mit 47 Jahren will Michael Herbig endlich seriös werden, wie er in einem Interview mit dem ZEITmagazin bekannt gab. Aktuell arbeitet er an einem Thriller, in dem es um zwei Familien geht, die mit einem Heißluftballon aus der DDR in die Bundesrepublik geflohen sind. Der Schauspieler und Regisseur ist fest entschlossen, Komödien hinter sich zu lassen und in das ernstere Genre zu wechseln.

Jetzt werden Sie sicher sagen: „Das nimmt ihm eh keiner ab. Der ist und bleibt ein Komiker.“ Und genau wegen solcher Ansichten finde ich das Vorhaben von Michael Herbig klasse. Er wagt, trotz aller Bedenken und dem Gerede, etwas Neues: Das worauf er Lust hat und was er schon viele Jahre tun wollte. Er erlaubt sich diesen radikalen Umschwung.

Aus meiner Sicht gibt es Versuche, sich selbst zu verwirklichen oder aus dem bisherigen Leben auszubrechen, heute viel zu selten. Viele Menschen trauen sich nicht, sich neu zu erfinden oder Dinge auszuprobieren, die Ihnen Spaß machen würden. Warum? Weil sie Angst haben, zu Scheitern oder bei anderen auf Ablehnung zu stoßen. Aus Bequemlichkeit und weil „man“ es eben schon immer so gemacht hat. Oft gibt es auch nahe Verwandte oder Freunde, die einem die neuen Ideen nicht zutrauen. Schließlich gibt auch die Gesellschaft und das eigene private Umfeld vor, was Menschen machen dürfen und was sich nicht gehört.

So ist es vielleicht auch bei meiner ehemaligen Mitarbeiterin. Sie fotografiert sehr gerne und, wie ich finde, auch extrem gut. Sie hat mir erzählt, dass sie schon seit langer Zeit den Wunsch hegt, eine Ausstellung in einer Galerie zu machen und mit ihren Bildern in die Öffentlichkeit zu gehen. Bisher hat sie ihren Traum nicht umgesetzt. Sie hat sich noch nicht getraut und ist noch nicht tätig geworden, weil es schwierig ist eine Galerie zu finden und weil es ja viel wichtiger ist, sich aufs Studium zu konzentrieren.

Welche Wünsche haben Sie schon einmal hinten angestellt, weil Sie keine Wahl hatten? War es vielleicht der Sport, dem sie nicht nachgehen konnten, weil sie vermeintlich für die Familie da sein und arbeiten gehen mussten, um Geld zu verdienen? Oder haben Sie sich im Job von neuen Ideen abbringen lassen, weil das schon immer so gemacht wurde?

Lassen Sie sich nicht von ihren gefühlten Zwängen oder den Ansichten der Gesellschaft treiben. Machen Sie Schluss damit, auf andere zu hören und in diese Opferrolle zu verfallen. All diese genannten Gründe sind keine echten Hindernisse. Sie haben die Wahl, Sie können es sich erlauben. Machen Sie das, was Ihnen liegt. Durchdenken Sie es gründlich, und hören Sie in sich rein, ob Sie das wirklich machen wollen, ob es echter Lebenstraum oder nur eine vage Idee ist.

Schälen Sie Ihre Wünsche wie eine Zwiebel, Schale für Schale. Und finden Sie für sich selbst heraus, ob Ihre derzeitige Idee nur die Schale oder schon der Kern der Zwiebel ist. Die Erkenntnis, was Sie wirklich wollen, was Ihre innersten Bedürfnisse befriedigen kann, können nur Sie ganz allein aufdecken. Nehmen Sie sich Zeit, schreiben Sie Ihre Wünsche auf, erstellen Sie Pro- und-Kontra-Listen, kürzen Sie Ihre Ideen runter, überlegen Sie, wovon Sie schon in der Kindheit geträumt haben oder fragen Sie ihre Eltern, was ihr Kindheitstraum war.

Meine Mitarbeiterin zum Beispiel, könnte tatsächlich den Urwunsch haben, ihre Fotografien in einer Galerie auszustellen. Aber vielleicht ist diese öffentliche Ausstellung nur eine Metapher für Ihre Sehnsucht, beruflich zu fotografieren und die Bilder öffentlich zu machen. Vielleicht will sie gar keine „steife“ Ausstellung in einer Galerie machen, sondern würde ihren Urwunsch schon damit befriedigen, Hochzeiten zu fotografieren oder ihre eigenen Bilder im Internet anzubieten. Möglicherweise hat sie mehr Spaß daran, aus ihren Bildern persönliche Postkarten zu machen oder sie in einem Fotoblog zu veröffentlichen.

Sie allein sind Ihres Glückes Schmied und nur Sie wissen, was das Beste für Sie ist. Trauen Sie sich einen langgehegten Wunsch auch gegen alle Konventionen umzusetzen, wenn es Ihnen wirklich wichtig ist. Sie haben die Kraft dazu und Sie werden sehen: Ihre ureigenen Wünsche umzusetzen, bringt Ihnen eine tiefe Zufriedenheit.

Der erste Schritt zu dieser Klarheit ist es, über die eigenen Wünsche zu sprechen. Welches Vorhaben haben Sie schon lang aufgeschoben? Erzählen Sie doch mal.

Aus dem Blog von Markus Jotzo: http://www.markus-jotzo.com/blog/